EGNOKA - News
Interessantes & Wissenswertes kurzgefasst...
| Alle Beiträge anzeigen |
In Japan wurde eine andere Richtung der Kampfkünste durch die Kultur des Bushido, den Weg des Kriegers, beeinflußt, der sich auf die Morallehre des Konfuzianismus, schintoistische Rituale und Zen Meditation gründete. In der relativ friedlichen Tokugawa Periode vom 17. bis zum 19. Jahrhundert wandelten viele Samural ihre Bujutsu, Kampfmethoden, in Budo, Wege des Kampfes, um, die sowohl auf spirituelle Entwicklung als auch auf körperliche Leistungsfähigkeit abzielten. "Budo ist weniger kämpferisch ausgerichtet und läßt das praktische Element des [Bujutsu] vermissen", schrieben die Kampfkunst Historiker Donn Draeger und Robert Smith. "Statt der Anwendung wird das Prinzip betont, und in manchen Fällen haben sie sich so weit von den [Bujutsu] Formen entfernt, aus denen sie entstanden sind, daß sie jede praktische Anwendung für den Kampf verloren haben. "2Zu den traditionellen japanischen Bujutsu zählen Kampftechniken, deren Namen gewöhnlich mit der Nachsilbe jutsu enden; als sie zu eher spirituellen Techniken umgewandelt wurden, erhielten sie die Nachsilbe do. J]goro Kano entwickelte Judo aus dem Jujutsu und gründete seine erste Schule im Jahre 1882 in Tokio; Morihei Ueshiba (1883 - 1969) schuf sein Aikido zum großen Teil aus dem Aikijutsu, um Ki, die kosmische Energie, und ai, die Harmonie des Selbst mit dem Universum, zu kultivieren. In Methoden wie Aikido, die anstelle eines "jutsu" ein "do" sind, strebt der Übende danach, das Sein weg vom gewöhnlichen Selbst und hin zu seinem eigentlichen Wesen zu verlagern. Der japanische buddhistische Gelehrte Daisetz Suzuki beschrieb diese Transformation und zitierte den großen Schwertkämpfer Yagyu Tajima. Der Geist (kokoro) ist die Leere (ku, kung, sunyata) selbst, aber aus dieser Leere entsteht eine unermeßliche Zahl von Handlungen: in Händen greift sie, in Füßen geht sie, in Augen sieht sie ... es ist wirklich sehr schwierig, diese Erfahrung zu machen, denn wir können zu ihr nicht durch bloßes Lernen kommen, durch das bloße Zuhören, wenn andere darüber reden. Die Schwertkunst besteht darin, persönlich durch diese Erfahrung hindurchzugehen. Danach sind die Worte die Echtheit selbst, und das Verhalten kommt direkt aus dem ursprünglichen Geist, der von allen ich bezogenen Inhalten entleert ist.
Die Kampfkünste und die Entwicklung des Ki
Der japanische Begriff Ki, eine Abwandlung des chinesischen Chi, läßt sich als "vitale Energie" oder Lebenskraft übersetzen. Wie das Prana im Sanskrit oder das griechische Pneuma wird es als ein feinstofflicher Hauch, als Geist des Spirituellen oder Energie, die das Universum durchdringt, verstanden. Dem chinesischen Philosophen Cwuangtse zufolge kann man mit Chi sehen und hören, wenn man den Aufruhr der Psyche durch "geistiges Fasten" zur Ruhe gebracht hat, und so die "die Leere (kyo, hsu), die unendliche Möglichkeiten in sich birgt", wahrnehmen.7 Der Kampfkünstler kann entweder auf das Ki einwirken oder sich diesem hingeben. Durch die Vorstellung von Schwere oder die Visualisierung seines ausgestreckten Armes als fließende Energie vermag der Kampfkünstler Ki zu mobilisieren, um sich selbst schwerer oder seinen Arm stärker zu machen. In diesen und anderen Übungen wird Ki eingesetzt, um bestimmte Aufgaben auszuführen oder besondere Fähigkeiten zu entwickeln.8 Andererseits kann es, wie Cwuang tse sagte, mit "geistigem Fasten", durch das der Übende Gedanken oder Gefühle los lässt, die seinem wahren Wesen entgegenstehen, kultiviert werden. Im Aikido, Tai Chi und anderen Kampfkünsten wird Ki durch einen Punkt unterhalb des Bauchnabels kanalisiert, der im japanischen Hara und im chinesischen Tan tien heißt. Zahlreiche Übungen haben zum Ziel, an dieser Stelle eine zentrierte Bewusstheit zu aktivieren. Der berühmte japanische Schwertkämpfer Musashi lehrte seine Schüler wie andere Meister der Kampfkünste auch , ihre Aufmerksamkeit nicht auf das Schwert des Gegners oder bestimmte Bewegungen zu richten. Wer den Weg gemeistert hat, der könne die Schwere des Geistes seines Gegners erkennen, schrieb er. "Wenn man den Blick auf diese oder jene Stelle heftet, verliert man den Überblick über die Gesamtsituation; im Herzen entsteht eine Verwirrung, und so entgleitet einem schließlich der sichere Sieg."10 ...Aus dem Buch: Der Quantenmensch von Michael Murphy
Verbesserte Reaktionszeit. Die altersbedingte Verlangsamung der Reaktionsgeschwindigkeit kann bis zu einem gewissen Grad durch regelmäßige körperliche Aktivität verhindert werden. Eine Studie ergab zum Beispiel, daß die Reaktionszeiten von aktiven Menschen in ihren Sechzigern ebensogut waren wie die von inaktiven Menschen in ihren Zwanzigern. Verbesserte Verwertung von Fetten und Kohlenhydraten. Regelmäßiges Körpertraining erhöht die Fähigkeit der trainierten Muskeln, Fett und Kohlenhydrate zu verwerten, denn es fördert eine erhöhte Durchblutung in den Muskeln, die Aktivität Fett?mobilisierender und Fett?metabolisierender Enzyme, eine effiziente Verbrennung freier Fettsäuren, die Oxydationsfähigkeit der Mitochondrien und die Glukosespeicherung im trainierten Muskel. Abnahme des Körperfetts. Regelmäßiges Ausdauertraining verursacht bei übergewichtigen Menschen eine Verringerung des Körpergewichts bei gleichzeitiger Abnahme des Körperfetts, zum Teil deshalb, weil das Körpertraining Hormone aktiviert, die dazu beitragen, Fettablagerungen im Körper zu reduzieren. Rückgang der Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Eine dauerhafte gesunde Lebensführung, die fettarme, vegetarische Ernährung, Rauchverbot, Streß?ManagementTraining, Gruppentherapie, Meditation und maßvolles Körpertraining beinhaltete, rief bei einer Gruppe von Patienten, die von dem Arzt Dean Ornish und seinen Kollegen untersucht wurden, einen Rückgang ihrer Herzkranzgefäßerkrankungen hervor. Nachdem diese Lebensführung ein Jahr eingehalten worden war, wurden 28 Versuchspersonen mittels koronarer Angiographie, die das Ausmaß arterieller Läsionen zeigt, mit 20 Patienten verglichen, die die übliche Behandlung erhalten hatten. Insgesamt gesehen hatten 82 Prozent der Patienten der Versuchsgruppe weniger Läsionen in ihren Blutgefäßen, während das bei den meisten Mitgliedern der Kontrollgruppe nicht der Fall war.* Erhöhte Widerstandskraft gegen Krebserkrankungen. Die Krebsrate war in der Harvard Alumni Study bei den Teilnehmern, die mehr als 2000 Kilokalorien pro Woche durch körperliche Aktivitäten verbrannten, deutlich geringer als bei denjenigen, die weniger als 500 Kilokalorien verbrannten.62 In einer anderen Studie wiesen Frauen, die kein Körpertraining betrieben, eine beinahe doppelt so hohe Rate von Brustkrebs und Unterleibskrebs auf wie ehemalige Athletinnen. Eine schwedische Befragung ergab 1968 ein umgekehrtes Verhältnis zwischen Arbeitsaktivitäten und Dickdarmkrebs. An dieser Stelle möchte ich jedoch eine Warnung einfügen. Wenn zu hart oder zu viel trainiert wird, kann die Immunität gegenüber Infektionen geschwächt werden. In der Tat haben Studien verschiedener Labors ergeben, daß nach einem einzigen erschöpfenden Training eine zeitweilige Immunschwäche mit deutlichen Veränderungen in der Anzahl und den funktionellen Kapazitäten der Lymphozyten auftritt. Diese Veränderungen, die mehrere Stunden andauern können, sind sowohl bei durchtrainierten Athleten als auch bei untrainierten Personen beobachtet worden. Aus dem Buch: Der Quantenmensch von Michael Murphy
Taoismus:(http://www.kampf-kunst.at/)
Grundbegriff des Taoismus ist das Tao. Das Wort Tao bedeutet eigentlich Weg, diese Übersetzung würde aber, wenn man das Tao im Sinn des Taoismus meint, sicher nicht zutreffen. In einigen Büchern wird versucht das taoistische Tao mit „Sinn“ zu übersetzen, aber auch diese Übersetzung kann den Begriff kaum verständlicher machen. Laotse selbst, der irrtümlich oft als Gründer das Taoismus genannt wird, meint, dass das Tao eigentlich als das „Namenlose“ bezeichnet werden müsste. Was ist also dieses rästelhafte „Tao“?
Die taoistische Vorstellung geht von einer kosmischen Seinsordnung aus, die hinter allem steht. Jedes Lebewesen, jedes Ding und auch die Erde und der Himmel sind davon Bestandteil und somit dieser Seinsordnung unterworfen. Diese Ordnung, bleiben wir beim Begriff Tao, ist weder Gut noch Schlecht, kennt weder Anfang noch Ende. Es bleibt jedem Menschen frei im Sinne dieser Ordnung zu handeln und zu leben, aber letztlich wird alles was sich gegen das Tao stellt zugrunde gehen. Das Tao zu definieren führt unweigerlich zu einem philosophischen Paradoxon. „Zu sagen, dass es existiere, hieße auszuschließen, was nicht existiert – des taos ureigenstes Wesen ist jedoch die Leere. Zu sagen, das es nicht existiere, hieße, die vom tao durchdrungene Gesamtheit auszuschließen.“
Letztlich ist jeder Mensch bereits Teil dieses Taos, durch muss dies erst erkannt werden und der Irrtum der Individualität muss überwunden werden. Der Taoismus hat sich im Laufe der Zeit von einer philosophischen Strömung zu einer Religion entwickelt. Diese Entwicklung ist wenn man den Taoismus konsequent weiterdenkt nur logisch. Zwar vermischt sich der Taoismus als Volkreligion mit allen bestehenden Naturreligionen, aber auch mit dem Buddhismus und kennt eine Vielzahl verschiedenster Götter. Doch hat dies eigentlich noch wenig mit dem ursprünglichen Taoismus zu tun. Taoisten glauben daran, dass es möglich ist, durch Schulung des Geistes und Meditation ihrem Körper zu entkommen und Teil das Taos zu werden. Der gläubige Taoist muss also nicht erst sterben um in die Unendlichkeit einzugehen, sondern kann dies zu Lebzeiten erreichen. Eng zum Taoismus gehören deshalb Geschichten und Legenden verschiedener Einsiedler, die in der Stille der Natur, abgeschirmt von der Außenwelt versucht haben diesen Zustand zu erreichen.
Wichtiges Werk des Taoismus ist das überraschend kleine Buch „Tao te king“ (oder Daodejing) was soviel bedeutet wie „der Weg und seine Kraft“ in dem durch verschiedene kurze Texte das Wirken des Taos und sein Wesen zumindest umrissen werden sollen. Obwohl Laotse durch dieses Werk, wobei nicht einmal gesichert ist ob er es geschrieben hat, den wichtigsten Beitrag zum Taoismus geleistet hat, sind die taoistischen Ideen um Jahrhunderte älter als dieses Buch. So wurde beispielsweise schon in der Frühzeit der chinesischen Kultur das Wirken das Taos als eine Wechselwirkung von Yin und Yang gesehen.
Die „drei Schätze“ über die jeder Mensch verfügt ching (Essenz), chi (Lebenskraft) und shen (Geist) sind für die Taoisten Grundbausteine des Seins. In manchen Richtung des Taoismus sind die Kultivierung dieser Schätze und bestimmte Übungen von zentraler Bedeutung. So gilt es beispielsweise als erwiesen, dass die Kampfkunst Tai Ji im direkten Zusammenhang mit dem Taoismus steht. Da sich natürlich auch die Kampfkünste sehr stark beeinflusst haben kann auch von Einfluss des Taoismus auf andere Kampfkünste ausgegangen werden.
Buddhismus:
Der Buddhismus geht auf die historische Gestalt des Siddharta Gautama zurück, der später als Buddha (der Erleuchtete) bekannt wurde. Siddharta war Inder und seine Lehren entstanden aus der Unzufriedenheit mit dem Umgang der Leute mit der herrschenden Religion, dem Hinduismus.
Der Buddhist strebt danach die Natur seines Geistes selbst zu erkennen und zur Erleuchtung zu gelangen. Buddha unterscheidet zwischen bedingtem und letztendlichen Glück, welches mit der Erleuchtung angestrebt wird.
Der Buddhismus versteht sich als Erfahrungsreligion, die ganz ohne Dogmen auskommt. das bedeutet, dass es nichts gibt was geglaubt werden soll, sondern vielmehr so alles kritisch hinterfragt werden. Buddhas Lehren sind logisch und nachvollziehbar. Wenn sie also als anwendbar auf das eigene Leben angesehen werden, kann unter anderem durch Meditation, das Verstande zur eigenen Erfahrung werden.
Jedes Einzelwesen ist im Buddhismus nur eine Kombination von in Abhängigkeit stehender Faktoren, doch in Wirklichkeit existiert das Individuum nicht. Da kein Tun ohne Wirkung bleibt (egal ob Gut oder Böse) findet jedes Leben (besser jede scheinbare Persönlichkeit) nach dem Tod in einer neuen Existenz ihre Fortsetzung.
Moralisches Handeln führt zur Läuterung: zur Erkenntnis und Vernichtung des Durstes (dem Willen zu Leben) und schließlich zur Befreiung im Nirvana. Im Buddhismus gibt es heute zahlreiche verschiedene Richtungen mit teilweise wesentlichen Unterschieden. So ist nach der Überzeugung mancher Richtungen möglich das Nirvana schon nach einem Leben zu erreichen, während andere wiederum nur an eine langsame, stufenweise Annäherung glauben. Buddha entwarf eine Art Anleitung für das rechte Leben den so genannten "edlen achtfachen Pfad":
1) rechte Anschauung
2) rechte Gesinnung
3) rechtes Sprechen
4) rechtes Handeln
5) rechte Lebensführung
6) rechtes Streben
7) rechtes Denken
8) rechtes Sichversenken
mehr Informationen über den Buddhismus finden sie unter http://www.buddhismus.at/
Konfuzianismus:
Der Konfuzianismus geht wie der Name schon sagt auf die Lehren des Konfuzius zurück. Obwohl also der Konfuzianismus so eng mit der Person von Konfuzius selbst zusammenhängt, gab es doch eine Reihe großer chinesischer Denker die auch zu Gedankenrichtung des Konfuzianismus gezählt werden. Bei Konfuzius verwundert zunächst sein wenig chinesisch klingender Name – das liegt darin, dass Konfuzius auch nicht sein richtiger Name war, aber als die Jesuiten im 17 Jhd. Texte chinesischer Philosophen ins Lateinische Übertrugen bekam auch „Meister Kong“, wie er oft genannt wird einen lateinischen Namen.Konfuzius lebt zwischen 6. und 5 Jhd. v.Chr. und sah sich selbst als Reformator im eigentlichen Sinn, also als jemand der alte verschüttete Weisheiten und Werte wieder in die Gegenwart holen wollte.
Der Zentralbegriff seiner Lehre ist die „Menschlichkeit“ (ren), hinter dem ein eigenes Menschenbild steckt. Zunächst steckt in diesem Begriff die Abgrenzung zur Natur und zur Geister – und Ahnenwelt, was in der chinesischen Frühzeit noch als andere als selbstverständlich war. Der Mensch erhielt plötzlich eine gewisse exponierte Sonderstellung in der Natur und durch diese hohe Würde, die aus dem Menschsein entsteht, ist der Mensch auch an einen strengen Tugendkatalog gebunden. Ausgangspunkt dieser Tugendlehre ist die kindliche Pietät (xiao) aus der sich die Liebe zu den Eltern, Geschwistern, aber auch zum Herrscher ergibt. Diese Liebe geht mit Loyalität und Gehorsam einher. Zwar gibt es auch andere wichtige Werte, wie zum Beispiel die Wahrheitsliebe, in der konfuzianischen Lehre, aber diese müssen beispielsweise gegenüber der Elternliebe zurücktreten. Wichtig waren im konfuzianischen Denken auch eine Reihe von Ritualen, die seiner Meinung nach für die Aufrechterhaltung der Tugend von Bedeutung war. Beispielsweise heißt es im Buch der Gespräche:“ Zigong wollte das Schafopfer bei der Zeremonie der Verkündung des Monatsbeginns abschaffen. Da sagte Konfuzius: Mein lieber Zigong; Dir tut es leid um das Schaf, mir tut es leid um das Ritual.“ Die konfuzianischen Vorschriften und Rituale durchzogen so gut wie alle Lebensbereiche, ob es jetzt um den richtigen Umgang mit einem Fürsten, oder um die angemessene Trauer für die verstorbenen Eltern ging. Der Konfuzianismus ist für diese Form der Rituale bekannt, aber auch kritisiert worden.
Ein weiterer nicht so bekannter Punkt in der konfuzianischen Lehre sind die Theorien über Erkenntnismöglichkeiten des Menschen und dem dann aufgezeigten Gegensatz von Denken und Lernen. Konfuzius meint, dass nur beständiges Lernen und das Erlangen von Erfahrung zu Erkenntnis führen kann, während das einfache Nachdenken ohne Lernen nicht ziel führend, oder gar gefährlich ist. „Lernen ohne Denken ist sinnlos aber Denken ohne zu lernen ist gefährlich.“
Während der Konfuzianismus in den letzten Jahrzehnten des Kommunismus in China keinen leichten Stand hat, scheint er in letzter Zeit eine kleine Renaissance zu überleben, die von westlichen Beobachtern, aufgrund der konservativen Riutals- und Vorschriftenlehre eher skeptisch gesehen wird
Zen:
Auf den ersten Blick mag es verwundern, warum Zen auf dieser Seite ein eigenes Kapitel gewidmet ist, schließlich könnte der Zen-Buddhismus, der sich auf den Mahayana-Buddhismus bezieht, auch unter dem Buddhismuskapitel bearbeitet werden. Doch taucht der Begriff Zen, auch in Verbindung mit asiatischen Kampfkünsten, häufig selbstständig auf, sodass viele Menschen den Zusammenhang zwischen Zen und Buddhismus gar nicht kennen.
Zurück zum Mayahana Buddhismus: viele Schulen dieser Richtung sind der Aufassung, dass angelerntes Wissen nur nutzlosen Ballast darstellt. Die Erleuchtung soll durch eigene Erkenntnis erreicht werden. Noch mehr als in allen anderen Schulen des Buddhismus steht die Erleuchtungserfahrung und die Nutzlosigkeit ritueller Übungen im Zentrum.
Man versucht möglichst das Leben zu vereinfachen, um weniger vom Meditieren abgelenkt zu sein. Der Übende soll durch stundenlanges still sitzen und durch die Beschäftigung mit paradoxen Fragen provoziert und irritiert werden. Schließlich soll dadurch der Strom an inneren Vorstellungen zur Erschöpfung gebracht werden. Ziel ist es einen Punkt zu erreichen an dem eine Art Sprung ins Leere passiert und der Übende die Wirklichkeit und Einheit allen Seins erfährt. Da dieser Sprung nicht intellektuell erreicht werden kann, sind diese Übungen absolut notwendig. Auf dem Weg dorthin geht es bei den Übungen um die Entwicklung von Technik, Energie und Geist. Zen versteht sich abseits jeder Schullehre und es gibt auch keine bedeutenden Schriften, sondern die geistige Übermittlung muss von Person zu Person stattfinden. Zen denkt also auch nicht über die heiligen Schriften Buddhas nach. Die eigentliche Übertragung von Person zu Person, also meist von Schüler zu Meister, erfolgt von Herz- zu Herz, also idealtypisch als „wortlose Lehre“.
Der enge Zusammenhang mit den asiatischen Kampfkünsten erklärt sich daraus, dass die Lehre der Legende nach als Chan- Buddhismus (chinesisch für Zen) von Bodhidharma von Indien nach China gebracht wurde. Bodhidharma legte also im Shaolin Tempel nicht nur den Grundstein für das Shaolin Kung Fu, die Mutter fast aller asiatischer Kampfkünste, sondern brachte auch den Chan-Buddhismus in das Kloster. In Japan wurde dann später der Zusammenhang zwischen Zen und Kampfkünsten besonders stark. Da es sich bei „Zen“ um die japanische Bezeichnung handelt, können wir annehmen, dass es im Westen über Japan kommend bekannt wurde.
Shintoismus:
Beim Shintosimus handelt es sich wie so häufig bei asiatischen Philosphien nicht nur um eine Gedankenrichtung, sondern um eine Religion. Der Shintoismus ist in Japan beheimatet. Die Bezeichnung ist eine in Europa gebräuchliche die ursprünglich die verschiedenen japanischen Naturreligionen zusammenfasst. Shintó bedeutet "Weg der Geistwesen" und ursprünglich handelt es sich um eine Naturreligion bei der alle Naturkräfte angebetet wurden. Später wurden auch Ahnen, Helden und Gottheiten verehrt.
Im Mittelpunkt der shintoistischen Götterwelt steht die Sonnengöttin Amaterasu, die zur Stammesmutter der japanischen Kaiser wurde. Die japanischen Kaiser erhoben sich neben ihrer Eigenschaft als weltliche Herrscher auch zu Oberpriestern und somit kam es zu einer engen Verknüpfung von weltlicher Treue und religiösem Gehorsam gegenüber dem Kaiser. Als Buddhismus und Konfuzianismus in Japan einzogen wurde der Shintoismus zwar stark beeinflusst, aber das Elemente der unbedingten Treue gegenüber Japan und dem Kaiser blieb erhalten. Im Shintoismus wird Japan selbst ein göttlicher Status zugesprochen und auch die Japaner selbst werden als ganz besonderes Volk mit besonderen Fähigkeiten gesehen.
Als Shinto ist muss dem Weg der Gottheiten gefolgt werden. Während einer, der zwei möglichen Wege, in der bedingungslose Loyalität gegenüber Japan und seinem Kaiser liegt, kann der andere durch dem Streben nach Menschlichkeit und Reinheit der Seele beschritten werden. Die wesentlichen menschlichen Qualitäten für einen Shintoisten sind: Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit und Slebstbeherrschung.
