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Beiträge zum Ayurveda
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Fettverbrennungstraining bedeutet abnehmen, bei gleichzeitigem Muskelaufbau und die Verbesserung der Körperhaltung, Koordination, sowie der Beweglichkeit.
Entscheidend bei der Fettverbrennung ist, dass die Anzahl und das Volumen der Mitochondrien (Energielieferanten) in den Muskeln durch ein gezieltes Belastungstraining erhöht wird. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke in der Muskulatur und sind verantwortlich für die Fettverbrennung.
Es ist wichtig zu wissen, dass bei der Fettverbrennung nach Möglichkeit die ganze Körpermuskulatur mit einbezogen sein sollte. Beim Ausdauer oder Krafttraining mit leichten Gewichten, 20 - 30 Minuten ohne Unterbrechung. Der Puls sollte je nach Alter zwischen 110 - 130 x pro Minute schlagen. Aus der Sicht des Ayurveda & Sport sollte während des Ausdauertrainings die Gesamtbelastung, 50% der eigenen Leistungsfähigkeit nicht überschreiten. Nach dem Training sollte in Ihnen ein Wohlgefühl entstanden sein d. h., Sie fühlen sich körperlich und geistig entspannt und fit. Ausgepowert sein bedeutet aus der eigenen Mitte zu fallen und eine Belastung für die eigene Gesundheit.
Zum Trainingsabschluss ist es sehr gut, die Muskulatur noch einmal mit Dehnübungen, am besten nach den Prinzipien des Yoga zu lockern. Durch das Langziehen der Muskelnfasern nach dem Training, wird die Kraftentfaltung der Muskulatur verbessert und der Erholungseffekt stellt sich schneller ein.
Geeignete Sportarten mit Ganzkörpereinsatz sind, Jogging, Nordic Walking, bestimmte Schwimmstile und Kampfsportarten, wie Shaolin Chi Kempo Kung Fu.
In Deutschland leidet jeder Zweite über 60 Jahre bereits an Arthrose. Der Grund ist häufig Übergewicht oder ein Mangel an richtiger, gesunder Bewegung.
Gesunder Sport ist die wichtigste Vorbeugung gegen Arthrose. Durch die Bewegung wird Gelenksschmiere aufgebaut.
Fakten:
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Bewegung erzeugt Gelenksschmiere und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und einer besseren Durchblutung.
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Verbessert die Koordination der Gelenksbewegungen und unterstützt so die Gelenksstruktur
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Ruhe ist der Größte Feind der Gelenke!! Schonen sie die Gelenke zu sehr, können Sie versteifen.
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Um das richtige Maß und die für Sie richtige Sportart herauszufinden ist es ratsam, einen Sportarzt aufzusuchen.
Gelenksschonende Sportarten wie Rückenschwimmen, Kraulschwimmen, Walken, Radfahren, Qi Gong und Yoga entlasten Ihre Gelenke.
Nach ayurvedischen Prinzipien sollten Sie Ihre Belastungsgrenze von 50% nicht überschreiten. Betrachten Sie Ihren Körper als Verbündeten, der Ihnen Ratschläge und Tipps gibt.
Bei Überschreitung seiner Belastungsgrenze reagiert er mit Schmerz und zeigt Ihnen damit an, dass Sie stärker auf ihn Rücksicht nehmen und ihre Grenzen akzeptieren sollten.
Schon nach kurzer Zeit des ayurvedischen Trainings werden Sie feststellen, dass sich Ihre Leistungsgrenze ganz natürlich nach oben verschiebt.
Speziell mit Übungen aus dem Wudang Qi Gong lernen Ihre Gelenke sich sehr sanft und entspannt zu bewegen. Der verbesserte Energiefluss Qi, führt zu einer stärkeren Durchblutung Ihrer Gelenke und versorgt sie mit neuer Lebenskraft. Darüber hinaus entwickeln Sie eine Körperhaltung,
in der Sie aufrecht und entspannt stehen können und gleichzeitig Ihre Gelenke mit geringstem Energieaufwand zu bewegen.
Nahrungsmittelallergien sind aus der Sicht des Ayurveda zunächst einmal ein Ama-Problem. Ama ist eine schwere, klebrige Substanz, die sich in den Kanälchen des Körpers niedersetzt und nichts mehr vor und nichts zurücklässt. Verstärkte körperliche Ausscheidung in Form von Schweiß, Schnupfen, Durchfall, Regelblutung, Gallefluss, ... eliminiert Ama.
So wird Ama abgebaut
Dr. Hans Heinrich Reckeweg sprach in den 50er Jahren von Homotoxinen. Ist dies mit Entzündungsreaktionen verbunden, sieht Reckeweg dies als eine außerhalb des Magen-Darm-Traktes stattfindende Verdauung an. Für ihn sind Bakterien Lieferanten eines Enzyms, um Ama aus den Geweben zu lösen. Diese Aktivität der Bakterien macht in der Regel eine saure Reaktion im Gewebe. Antibiotika wandeln diese gewaltsam in eine alkalische um, was unmittelbar die Ama-Abbaureaktion stoppt. Dadurch werden neue Eiweiße (wilde Peptide) aufgebaut, in die sowohl das gelöste Ama als auch die Bakterien-Toxine mit eingebaut werden. Die körpereigene Intelligenz bemerkt dies unmittelbar und baut gegen diese neuen Eiweiße Antikörper auf. Diese richten sich jedoch auch gegen gesundes Gewebe, da dieses ähnlich wie die wilden Peptide aufgebaut ist.
Die Eigenblut-Therapie
Die erprobte Therapie dagegen ist die Eigenblut- bzw. Eigenurin-Therapie, die auch im Ayurveda bekannt ist: Im Blut und Urin sind die Auto-Antikörper und Allergene vorhanden, die , wenn sie wieder zugeführt werden, vom Körper als ungünstig erkannt werden. Daher baut er gegen diese Allergene wiederum Antikörper auf.
So können Allergien entstehen
Das zweite durch Antibiotika verursachte Problem ist die Schädigung der Darmschleimhaut. Das Verdauungsfeuer “Agni" wird gestört. Es werden Nahrungsmittel nicht mehr in Ojas verwandelt, sondern in Ama. Dieses wird nun im Bindegewebe zwischengelagert. Antibiotika schädigen auch die Atmungs-Enzyme in der menschlichen Zelle. Die Zellen, die dann auf der Strecke bleiben, produzieren durch fehlerhaften Stoffwechsel wiederum Ama, unabhängig davon, ob man sich gesund ernährt oder nicht. Reichen nun die Bakterien zur Einleitung entzündlicher Prozesse nicht mehr aus, lernt der Organismus Entzündungsreaktionen auch ohne sie zu produzieren und konditioniert sich auf Blütenpollen, Hausstaubmilben, Duftstoffe oder auch darauf, bei bestimmten Nahrungsmitteln mit den Entzündungszeichen zu reagieren. Das nennen wir Allergie, weil wir dies für eine übertriebene Reaktion halten.
Der Ansatz des Ayurveda
Die Strategie des Ayurveda besteht darin, das Agni (die Verbrennung), an richtiger Stelle zu fördern. Hilfreich dabei sind die Gewürze der ayurvedischen Küche, speziell Gelbwurz, Ingwer und Kreuzkümmel. Auch Honig kann hier dienlich sein. Weit effektiver sind jedoch die klassischen Panchakarma-Kuren im Sinne der 5 Wege-Reinigung.
Auch die Maßnahmen von Dr. Hans Heinrich Reckeweg sind durchaus zu empfehlen. Begleitet man diese Therapien mit guten ayurvedischen Präparaten, die die Intelligenz des Organismus (Ojas) steigern und den Verdauungsprozess vom Bindegewebe wieder in den Magen-Darm-Trakt verlagern, so habe ich persönlich schon viele Allergiker nach wenigen Kuren vollkommen rückfallsfrei in die Normalität entlassen können.
Eugen Lüchtefeld, Heilpraktiker, (50 J.) Eröffnung der ersten Naturheilpraxis in Paderborn. 1983 Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda. 1987-1991 Ausbildung zum Panchakarma Spezialisten. 1991 Erweiterung der Praxis in Paderborn zum ambulanten Ayurveda-Therapie-Zentrum. 2004 Errichtung des ersten Ayur-Veda-Kur-Hauses Europas im klassisch-vedischen Baustil des Maharishi Sthapatya-Veda.
http://www.ayur-veda-luechtefeld.de
Einleitung
Was genau versteht man unter Ayurveda?
Ayurveda ist das seit Jahrtausenen überlieferte ganzheitliche, natürliche Gesundheitssystem aus dem Himalayagebiet, das sich in ganz Indien, Tibet und Thailand verbreitet hat. Das Wort Ayurveda bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt Ayus = Leben, Lebensspanne und Veda = Wissenschaft, Ayurveda ist daher das Wissen oder die Wissenschaft vom langen Leben. Körper und Geist werden im Ayurveda als eine Einheit betrachtet und therapiert. Dazu gehören hochdifferenzierte Untersuchungen der Einflüsse von Körper, Geist, Verhalten und Umgebung auf den Einzelnen.
Der Patient und jede Gesundheitsstörung wird auf die Beteiligung der so genannten drei Doshas hin untersucht. Die drei Doshas können als der feine geistige Bauplan verstanden werden, der aller Materie zugrunde liegt und gemeinsam das Entstehen aller Materie nebst all ihrer Aktivitäten grundlegend steuert. Diese drei grundlegenden Stoffwechselkräfte arbeiten auch im Menschen synergistisch zusammen und steuern in ihrem Zusammenspiel die gesamten Funktionen von Geist, Körper und verschiedenen Organen. Auf der Analyse all dieser Faktoren stellen unsere Ärzte ein ganz individuelles, auf den Einzelnen zugeschittenes Therapieschema zusammen. Dieses bewirkt ein neues Gleichgewicht von Körper und Geist und heilt bzw. lindert damit von einer sehr grundlegenden Ebene her die Krankheit.
Therapieverfahren
Wichtige umstimmende Therapieverfahren des Ayurveda sind:
1. Panchakarma
Hochentwickelte körperliche Reinigungsmethoden zur Vorbeugung und Beseitigung von Stoffwechselrückständen und Giftstoffen, die durch ungesunde Nahrung und unrichtiges Verhalten entstanden sind. Hierzu gehören verschiedenste Ölmassagen, Ölgüsse und Packungen, Dampfbäder, Einläufe, Abführen und eine Reihe anderer Ausleitungsverfahren in genau auf den Einzelfall abgestimmter Sequenz, wie sie unten näher bschrieben werden.
2. Ernährung
Auf die individuelle Konstitution und die Jahreszeiten abgestimmte Ratschläge zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten. Da der Ayurveda-Arzt für jeden Patienten und jede Gesundheitsstörung das Störungsmuster der drei Doshas (s.o.) bestimmt, kann er auf dieser Grundlage bestimmte Nahrungsmittel empfehlen, die ausgleichend und damit gesundheitsfördernd wirken und auf diese Weise den Gesundheitszustand verbessern oder aber von bestimmten ernäährungsgewohnheiten abraten, die den Krankheitsprozess am Leben erhalten.
3. Kräuter und Mineralien
Präparate auf der Basis der medizinischen Flora und Mineralien, um die Krankheiten verursachenden Ungleichgewichte zu beseitigen. Diese werden vom Arzt verordnet und vermögen Krankheitsprozesse so zu steuern, dass der Körper seine Selbstheilung aktiviert und so Krankheiten von der Ursache behandelt werden können. Es stehen verschiede Präparate für verschiedene Dosha-Typen und für die verschiedenen Erkankungen zur Verfügung.
4. Rasayanas
Verfeinerte pflanzliche und mineralische Rezepturen zur Vorbeugung, Vitalisierung und Verlängerung des Lebens. Die Rasyanas neutralisieren beispielsweise die schädlichen Wirkungen freier Sauerstoffradikale auf den Alterungsprozess, stärken das Immunsystem, schützen vor Krebs und Arteriosklerose usw. Sie wirken schwerpunktmäßig vorbeugend, auch wenn sie in Einzelfällen zur Unterstützung bei verschiedneen Krankheitsbildern zusätzlich zu den spezifischen Kräuternischungen (s.o.) eingesetzt werden.
5. Aroma-Therapie
Aufrechterhaltung des psycho-physiologischen Gleichgewichts durch Anwendung harmonisierender Düfte. Verschiedene auf den Einzelfall und seine Dosha-Störungen hin ausgewählte Aromaöle können einige Stunden täglich in einer Duftlampe angewendet werden und die anderen Therapien ergänzen und unterstützen.
6. Verhalten
Tages- und Jahreszeiten-Routine, die im Einklang mit den Rhythmen der Natur steht (Chronotherapie). So ist die menschliche Verdauungskraft abhängig von den Umgebungstemperaturen oder der Tageszeit unterschiedlich stark ausgeprägt, weshalb z.B. im Winter ein eher schwereres Essen, im Sommer eher leichtere Speisen empfohlen werden, ebenso wie die Menge der Nahrung im Tagesrhytmus variieren sollte, das Mittagessen als die Hauptmahlzeit empfohlen wird, während das Abendessen eher leichter sein sollte, um den Körper nicht zu übelasten.
7. Gandharva-Veda
Klänge und Harmonien, die die physiologischen Vorgänge mit den Rhythmen der Natur in Einklang bringen. Dabei wird der Tagesrhythmus in jeweils Drei-Stunden-Abschnitte unterschiedlicher Qualitäten unterteilt. Für jeden dieser Abschnitte gibt es ausgewählte Melodien (Ragas), die mit verschiedenen Instrumenten wie Flöte, Sitar oder auch Gesang, meist in Begleitung der Tabla, einem Rhythmusinstrument, gespielt werden und deren ausgleichende Wirkung selbst in CD-Form klassischer westlicher Musik überlegen ist.
8. Bewusstsein
Wissenschaftlich gut erforschte Meditationstechniken zur Tiefenentspannung, Heilung und Integration von Geist und Körper.
9. Neuro-muskuläre Integration durch Yoga-Asanas
Überlieferte Körperübungen aus der vedischen Hochkultur die die Geist-Körper-Koordination an den Verbindungspunkten zwischen Bewusstsein und Physiologie beleben.
10. Neuro-respiratorische Integration durch Pranayama
Vedische Atemübungen, die Gehirnhälften ausgewogener funktionieren lassen und das integrierte Zusammenspiel von geistigen und körperlichen Funktionen erhöhen. Die ausgewählten Therapieverfahren zielen gemeinsam darauf ab, die verschiedenen Einflüsse, die zur Entwicklung einer Krankheit geführt haben, nach und nach wieder auszugleichen. Ziel des Ayurveda ist dabei Körper und Geist zu entlasten, dadurch die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, in ein neues Gleichgewicht zu überführen und damit einen neuen Zustand von Gesundheit und Selbstregulation zu schaffen.
Symptome und Diagnose
In der ausführlichen Erstdiagnose von mindestens einer Stunde erstellen unsere Ärzte eine ausführliche Krankengeschichte. Dabei stützen sie sich bei der differenzierten Analyse des Gesundheitszustands eines Patienten neben den bekannten schulmedizinischen Untersuchungen wie Laborwerten, Röntgen und anderen bildgebenden Verfahren sowie anderen klinischen Untersuchungen auf eine Reihe differenzierter, zusätzlicher ayurvedischer Untersuchungsmethoden:
1. Konstitutionstypenbestimmung:
Durch eine Vielzahl von Fragen und Beobachtungen bei der körperlichen Untersuchung ermittelt der Ayurveda-Heilkundige den grundlegenden Dosha-Typ des Patienten, um dessen individuelle Reaktionsweise von Körper und Geist kennenzulernen. Gleichzeitig analysiert er diejenigen Doshas, deren Störung zum Krankheitsprozess geführt haben. Er betrachtet dabei viele Besonderheiten wie béispielsweise Verdauungskraft, Appetit und Hunger, Stuhlverhalten, Ernährungsvorlieben, Körperkraft, Schlafmuster, Arbeitsverhalten und andere typische psychische Verhaltens- und Empfindungsweisen ebenso wie das Aussehen von Körper- und Knochenbau, des Gesichts, der Zunge, Nägel und Haut und vieler anderer individueller Ausprägungen der Doshas.
2. Pulsdiagnose:
Durch eine hochdifferenzierte Pulsdiganose kann der Ayurveda-Arzt überdies das Ausmaß des Gleichgewichts und Störungen der Doshas ablesen, ebenso die Funktionsweise der verschiedenen Organe, die psychische Verfassung, das Ausmaß von Stoffwechselrückständen und auch die Ursachen, die nach und nach zur Ausprägung der spezifischen Gesundheitsstörung geführt haben. Diese Pulsdiagnose ergänzt und bereichert die Ergebnisse der vorgenannten Untersuchungsmethoden. Sie wird innerhalb der Aufenthaltsdauer mehrmals durchgeführt, um so einen zusätzlichen Einblick in den Behandlungserfolg und Fortschritt zu erhalten.
Autorin
Dr. Karin Pirc Weitere Inforamtionen zur Klinik / Praxis http://www.ayurveda-badems.de/
Geschützte PDF-Datei zum Download (ab Acrobat Reader 5.5 aufwärts).Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit, ohne Erschöpfung
Der Milch-Mythos
Die Milch ist von vielerlei Mythen umgeben: «Ohne Milch zuwenig Kalzium», «jedes Kind braucht (Kuh-)Milch», «Milch ist gesund», usw. Erst auf den zweiten Blick merkt man, dass dies nicht den Tatsachen entspricht.
In der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Tier (oder der Mensch) artfremde Milch konsumiert. Zudem ist der Mensch das einzige Lebewesen, das sich noch im Erwachsenenalter nicht von der Säuglingsnahrung Milch trennen kann. Er hält ein solches naturwidriges Verhalten sogar für Lebensnotwendig.
Kälbernahrung für Menschen?
Für den menschlichen Organismus ist Tiermilch ein Fremdstoff, gegen den er sich oft mit Allergien und Erkrankungen wehrt. Die Allergien werden jedoch meist nicht mit dem Verzehr von Milchprodukten in Zusammenhang gebracht und deshalb oft als unheilbar angesehen.
Tiermilch ist in seiner Zusammensetzung ganz auf das Wachstum des arteigenen Jungtieres abgestimmt. Ein Beispiel ist der Eiweissgehalt der Milch: Je schneller ein Tierkind sein Gewicht verdoppelt, um so höher ist der Milcheiweissgehalt seiner Muttermilch: Kaninchenmilch enthält 10,4% Eiweiss, Gewichtsverdopplung in 6 Tagen; Katzenmilch 7%, 9 Tage; Kuhmilch 3,3%, 47 Tage; menschliche Muttermilch 1,2%, 180 Tage. Innerhalb des ersten Jahres kann ein Kalb bis zu mehreren hundert Kilo schwer werden, welche Menschenmutter erwartet dies von ihrem Kind?
Die Zusammensetzung der Milch ist ebenso individuell, wie die Bedürfnisse der einzelnen Tierarten.
Woher kommt die Milch?
Eine Kuh muss gekalbt haben, bevor sie Milch geben kann (auch beim Menschen fliesst die Muttermilch erst nach der Geburt des eigenen Kindes). Um einen möglichst grossen Profit aus den Milchkühen herauszupressen, werden sie jährlich (künstlich) besamt und während der Trächtigkeit bis wenige Wochen vor der nächsten Geburt weiter gemolken.
Was geschieht mit den unzähligen Kälbern? Fast alle entreisst man ihrer Mutter bereits kurz nach der Geburt. Alle männlichen und die meisten der weiblichen Kälber werden fürs Kalbfleisch getötet.
Alleine in der Schweiz werden jährlich 300’000 Kälber im Alter von 3 bis 4 Monaten getötet.
Massenproduktion
1998 gab eine Milchkuh durchschnittlich 5350 kg Milch pro Jahr. 1980 waren es erst 4180 kg. Die Folge: Euterentzündungen die meist medikamentös behandelt werden müssen. In der Schweiz werden deshalb alleine dazu jährlich zwei Tonnen Antibiotika eingesetzt.
Nach wenigen Jahren nimmt die Milchleistung und Fruchtbarkeit dieser hochgezüchteten Kühe so stark ab, dass sie geschlachtet werden.
In den Kälbermastbetrieben werden die Kälber in der Regel in Einzelhaft mit unnatürlichem Futter gemästet (die Milch wird ja den Menschen verkauft) und nach dem kurzen, eintönigen und leidvollen Leben geschlachtet.
Gesundheitliche Probleme
Sich rein pflanzlich (=vegan) ernährende Personen zeigen, dass man sich viele gesundheitliche Probleme ersparen kann, wenn man keine tierische Produkte konsumiert. Der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann von der Justus-Liebig-Universität in Giessen, formuliert dies folgendermassen:
«Studien mit Veganern, die weltweit, aber auch von uns, durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganer im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich.»
Weshalb gibt es die Probleme mit der Kuhmilch?
Selbst die beste Biomilch einer gesunden Kuh hat für den Menschen einige Nachteile:
Da es sich bei der im Handel erhältlichen Milch um eine Mischung von vielen verschiedenen Milchkühen handelt, die alle ihr ganz individuelles Eiweissmuster haben und sich in unterschiedlichen Trächtigkeitsstadien befinden, ist die Milch für das menschliche Immunsystem eine enorme Herausforderung.
Die Milch wird in der Regel homogenisiert. Dabei werden die Fetttropfen extrem verkleinert. Sie sind dadurch aber auch so klein, dass sie viel leichter durch die Darmwand gelangen, was eine weitere Herausforderung für die Gesundheit des Menschen ist. Da es sich dabei um gesättigte tierische Fette handelt ist dies in mehrfacher Hinsicht problematisch.
Der Mensch ist nur während seines Säuglingsalters ein Milchkonsument. Danach ist der Körper nicht mehr für diese Nahrung optimiert. Deshalb haben z.B. 15 % der Erwachsenen in der Schweiz Probleme den Milchzucker zu verdauen. Was bei Ihnen zu starken Verdauungsbeschwerden führen kann (ohne dass sie die Ursache kennen).
Neben den oben aufgeführten, naturgegebenen Nachteilen der Milch, kommt auch folgender Nachteil immer stärker zur Geltung: Ähnlich wie beim Fleisch, werden auch bei der Milch die Schadstoffe, die das Rind über die Nahrung aufnimmt, konzentriert an den Konsumenten weitergegeben. Fleisch enthält im Schnitt 14 mal mehr Pestizide als pflanzliche Nahrungsmittel; Milchprodukte enthalten 5 ½ mal soviel.
Milchpropaganda
Oft wird behauptet, dass der Mensch ohne Milch nicht auskomme, da er das Kalzium zur Vorbeugung von Osteoporose benötige. Dass dies mit der Realität nichts zu tun hat beweist, dass einerseits vegan lebende Menschen nicht häufiger Osteoporose haben, wie Milchkonsumenten, andererseits, dass gerade in Europa und den USA, wo Milch praktisch als Grundnahrungsmittel konsumiert wird, auch die höchsten Osteoporoseraten vorhanden sind.
Zum Thema Kuhmilch gibt es viele Vorurteile, da es zu einem Milliardenmarkt geworden ist. Deshalb sollte man der Werbung nicht vertrauen und den gesunden Menschenverstand nie verlieren: Kälbernahrung gehört den Kälbern, menschliche Muttermilch gehört den menschlichen Säuglingen, erwachsene Menschen brauchen keins von beiden.
Renato Pichler
Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)
http://www.vegetarismus.ch/
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