Zurück zur Startseite Egnoka Akademie.
Zur Geschichte der Kampfkunst
Was ist Shaolin Chi-Kempo?
| Alle Beiträge anzeigen |
Zur Geschichte der Kampfkunst
Da Kampfkunst in der Regel als Geheimwissen betrachtet und vor allem mündlich überliefert wurde, sind historische Quellen rar und eher fragmentarisch. Zu den ältesten Zeugnissen gehören einzelne bildliche Darstellungen, wie z.B. ein Relief, das um 3000 v.u.Z. in Babylon entstand und eine Abwehr mit dem Unterarm zeigt. Die schriftliche Aufzeichnung von Kampfkunsttechniken begann wahrscheinlich erst zu Beginn des 3. Jh. Aus dieser Zeit stammen einige bemerkenswerte Texte, wie z.B. die Beschreibung einer Übungsreihe mit fünf Tierstilen von dem chinesischen Arzt Hua Tuo oder einige Leitsätze (Sutras) in der indischen Sprache Tamil, mit detaillierten Angaben zum Angriff auf die Vitalpunkte und zum Gebrauch von Waffen.
In Indien gehörte die Ausbildung in verschiedenen Kampftechniken zur Allgemeinbildung der adligen Kaste (Kshatriya). In China gehörte sie weitgehend zur Bildung der Gelehrten und höheren Staatsbeamten. Aber von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der modernen Kampfkunststile war der Austausch zwischen den beiden Kulturbereichen. Dieser Austausch erfolgte vor allem entlang der großen Handelsstraßen. Um ihre Ware sicherer über weite Strecken transportieren zu können, beschäftigten die Kaufleute professionelle Leibwächter. Seit dem 6.Jh. v.u.Z. wanderten zunehmend auch buddhistische Mönche auf den Handelsrouten. Auch sie mussten sich gelegentlich verteidigen und erlernten deshalb entsprechende Techniken.
Der Legende nach war einer dieser Mönche Bodhidarma (chin. Tamo, jap. Daruma). Bodhidarma soll sich um 500 im Shaolin-Kloster in der heutigen Provinz Henan niedergelassen haben. Er war ein Vertreter der Schulen des Buddhismus, die besonderen Wert auf Meditation (Dhyana) als Weg zur Erleuchtung legten. Im Shaolin-Kloster vermischte sich diese Kosmologie mit Elementen des einheimischen Taoismus und des Konfuzianismus. So entstand eine neue Richtung, die als Channa- (chin. Lesart von Dhyana) oder Chan-Buddhismus bezeichnet wurde. Der Chan-Buddhismus verbreitete sich später bis nach Japan, wo er Zen-Buddhismus genannt wird.
Mit den Mönchen kamen auch indische Kampfkunsttechniken nach Shaolin und vermischten sich dort mit einheimischen Stilen. Auf diese Weise entstand das Shaolin Quanfa, das im Gefolge des Chan-Buddhismus nach Okinawa und Japan wanderte, wo es erneut mit bodenständigen Stilen verschmolz. Heute werden weltweit Kampfkunststile praktiziert, die im Shaolin-Kloster entstanden, sich davon abzweigten oder irgendwie davon beeinflusst sind. Die indischen Kampfkünste Shastar Vidiya und Kalari Payat sowie die chinesischen taoistischen Stile dagegen sind trotz ihrer Effizienz und Anmut im Ausland kaum bekannt. Das lässt sich vielleicht auch darauf zurückführen, dass dem Hinduismus und dem Taoismus weniger Sendungsbewusstsein eigen ist.
Heute werden alle Stile, die in einem Zusammenhang mit dem Shaolin Quanfa stehen, als Shaolin Kungfu (chin.), Shorinji Kempo (jap.) oder einfach Kempo (Weg der Faust) bezeichnet. Das trifft im weiteren Sinne auch auf das Shaolin Kempo zu. Diese Kampfkunst wurde von Gerald Karel Meijers (ursprünglich Tse Dschero Khan Chen Tao Tse) begründet, der 1928 in Ulan Buhar (Mongolei) geboren wurde und dessen Ahnenreihe bis zu Dschingis Khan zurückreicht. Als Jugendlicher wurde er von dem niederländischen General Cornelius Meijers adoptiert. Er wuchs überwiegend in Militärlagern in Indonesien und Korea auf. Meijers lernte mehrere Kampfkünste, befasste sich aber besonders intensiv mit Kuntao, das er in Bandung (Java) im Kloster Hiap Thian Kiong lernte, sowie mit Kyokushinkai Karate und Goju Ryu. Der Begriff Kuntao (indones. Weg der Faust) bezeichnet alle indonesischen Systeme chinesischen Ursprungs. Da Indonesien bereits im 6. Jh. auf der Seehandelsroute zwischen China und Indien lag und auch weiterhin ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt blieb, konnten neben indonesischen Techniken auch Elemente malaiischer, japanischer, koreanischer und indischer Stile in das Kuantao einfließen. 1950 brachte Meijers das Kuantao in die Niederlande, wo er es nach Vorbild des Kyokushinkai Karate und des Goju Ryu stilisierte und standardisierte und die japanische Terminologie einführte. Den überarbeiteten Stil bezeichnete er als Shaolin Kempo.
Das Shaolin Kempo verbreitete sich relativ schnell in den Niederlanden und gelangte bald auch nach Deutschland. Hans Hendricks hat diese Kampfkunst bei Hermann Scholz in Kleve studiert. 1985 gründete er in Berlin die Egnoka-Akademie. Nach traditionellem Vorbild hat Hendricks das Shaolin Kempo nach energetischen Prinzipien verfeinert und die Lehrmethoden ausgebaut. Dabei wird insbesondere auf eine gesunde Art der Bewegung Wert gelegt. Dieser Stil trägt jetzt den Namen Shaolin Chi Kempo.
Gabriele Berlin
Shaolin (chin.): Junger Wald
Kempo (jap./okinawisch):
wörtlich: Methode oder Gesetz der Faust
sinngem.: Der allgemeine Oberbegriff für Kampfkünste.
Es wird mit denselben Schriftzeichen geschrieben wie Quan Fa und bezeichnet in erster Linie Kampfkünste, die ihren Ursprung in China haben.
Quan Fa (chin.):
wörtlich: Methoden der Faust
sinngem.: Gesetze der Kampfkünste
Kung Fu (chin.):
eigentlich: Gong Fu, wörtlich: Harte Arbeit
sinngem.: Zeit, Mühe oder Kraft, die zum Erlernen einer besonderen Fähigkeit eingesetzt wird. Der Begriff Kung Fu beruht auf einem linguistischen Irrtum und hat sich erst durch amerikanischen Einfluss weltweit etabliert, heute sogar in China. Ursprünglich wurde hier für (waffenlose) Kampfkünste, neben Quan Fa, der Begriff Wushu verwendet.
Die ersten historischen Hinweise auf Kampfsysteme in China gehen auf das 13. - 12. Jahrhundert v. Chr. zurück.
Im 3. Jahrhundert v. Chr. flohen Mönche vor rivalisierenden Feudalherren in die Provinz Henan. Hier, südlich der ehemaligen Hauptstadt Luoyang, am Berg Song Shan, errichteten sie einen Tempel. Rundherum bepflanzten sie die Gegend mit jungen Kiefern, um den Tempel vor Wind zu schützen. So entstand der Name Shaolin-Ssi, der Tempel des jungen Waldes.
Aus den Überlieferungen geht hervor, das hinter den Klostermauern bereits im 2. Jahrhundert das Kämpfen geübt wurde, um sich vor den ständigen Raubüberfällen durch umherstreifende Banden zu schützen. Dieser Kampfstil nannte sich Wu-qin-xi, das System der 5 Tiere.
Seit dem Jahre 426 stand das Kloster unter dem Schutz der kaiserlichen Soldaten. So geriet die Tradition des Kämpfens in Vergessenheit.
Fast 100 Jahre später, im Jahre 523, kam der indische Mönch Puti Damo (Boddhidarma) in das Kloster. Er war der 28. Nachfolger Buddhas, dritter Sohn des König Sughanda. Im Jahre 480 startete er seine Reise in Indien um die Idee des Buddhismus nach China zu tragen. Er fand im Shaolin offene Ohren für seine Lehre.
Doch da ihm seine Jünger in den langen Meditationen einschliefen, kreierte er Übungen für mehr Durchhaltevermögen und Widerstandskraft, Shi-Ba-Lou-Han-Shou, zu deutsch die 18 Hände der Buddha-Schüler, abgeleitet aus einem alten indischen Kampfsystem.
Desweiteren gründete er den Chan-Buddhismus, in Japan unter dem Namen Zen bekannt - die Verbindung von Meditation und Bewegung.
Später wurde durch den Mönch Jiao Yuan das System des Lou-Han auf 72 Bewegungen erweitert.
Mit der Adaption der so genannten fünf Tierstile Drache (Long), Tiger(Hu), Schlange (She), Kranich (He) und Leopard (Bao) vergrößerte sich das System auf rund 170 Bewegungen.
Angeregt vom Erfolg des Shaolin-Kloster verbreiteten sich die Kampfkünste zuerst über ganz China und dann auch weiter nach Okinawa, Japan, Indochina und in die ganze Welt. Viele andere Klöster und auch "weltliche" Schulen griffen die Idee des Verbundes von Kampf und Meditation auf.
Was ist Kempo?
Die Begriffe Kempo oder Kenpo sind die jap./oki-naw. Leseweise der chin. Zeichen Quan Fa. In China ist Quan Fa ein Überbegriff mehrer Kampfsysteme aus dem Wushu (Kriegskunst). Kempo ist der jap./okinaw. Oberbegriff von Kampfkünsten, die ihren Ursprung in China haben und war früher die Bezeichnung für das heutige Karate.
In den letzten 200 Jahren haben sich Kempostile auf der ganzen Welt weiterentwickelt. Somit ist der Begriff Kempo heute sehr weit gefasst. Hier eine Auswahl:
Kempo chin.: alle Stile des Quan Fa
Kempo okinaw.: alle Stile des okinaw. Karate
Kempo jap.: jap. Karate, Jujutsu, Shorinji Kempo
Kempo korean.: Hwarang Do, Tang Soo Do
Kempo amerik.: Ed Parkers Kenpo
Kempo hawaiian.: Kempo-Karate, Kajukenbo
Kempo europ.: Shotokan-ryu Kempo-Karate, Shaolin Kempo
Das Shaolin Kempo ist eine junge Kampfkunst, die im 20. Jahrhundert in Europa kreiert wurde, aber ebenfalls tiefe Wurzeln in den asiatischen Kempotraditionen hat.
Der Stylbegründer des Shaolin Kempo ist Prinz Ganjuuryn Dshero Khan, mit bügerlichem Namen Tze-Gerard Karel Meijers.
Er wurde am 28.08.1928 in Ulan-Buhar als offizieller Nachfolger des mongolischen Herrscherhauses geboren, wuchs aber elternlos in einem indonesischen Waisenhaus auf. Si Fu Meijers ist übrigens ein entfernter Nachfahre des Dshingis Khan.
Als Kind erlernte er vom Mönch Tao-Tze die Bewegungslehre Qi-Gong. Er wurde von General Cornelius Meijers adoptiert, der ihm auch seinen heutigen Namen gab. Durch seinen Adoptivvater wuchs Dshero Khan die meiste Zeit in Militärlagern auf, wo er natürlich Kontakt mit Kampfsystemen bekam. Teile seiner Ausbildung erfuhr er im Kloster Hiap-Thien-Kiong durch den Mönch Tu Se Peng Tijing. Im Korea-Krieg lernte er darüber hinaus Tea Kwon Do kennen. Dshero Khan war für rund 15 Jahre direkter Schüler des Yamaguchi Gogen ("The Cat"), ein bedeutender Meister des Goju Ryu Karate Do, welches die spätere Entwicklung des heutigen, vor allem in Deutschland unterrichteten Shaolin Kempo am stärksten geprägt hat.
Seit 1950 lebt Dshero Khan in Holland. Hier erst entwickelte er sein Shaolin Kempo. Er trug seine Kenntnisse aus den verschiedenen Kampfsystemen zusammen und brachte sie in eine für Europäer verständliche Form. Er nahm für die Techniken Begriffe aus der japanischen Sprache, da diese für die westliche Welt leichter verständlich sind und weil zu diesem Zeitpunkt die japanischen Stile bereits eine größere Verbreitung hatten, als die chinesischen. Er schuf damit den Vorteil, dass sich der Kempo-Ka (Kempo-Lernende) einfacher mit anderen Kampfkünstlern austauschen konnten.
Dshero Khan unterrichtete in den 60er und 70er Jahren unter anderem die CIA, die Fremdenlegion, die deutsche Polizei und die GSG 9.
Von Holland aus kam das System auch nach Deutschland. Hier ist Shaolin Kempo mittlerweile etabliert und seit 1975 in verschiedenen großen Dachverbänden (Deutscher Judo Bund, Deutscher Karate Bund u. a.) organisiert.
Hans Hendricks und die Entwicklung des Shaolin Chi-Kempo´s
Hans Hendricks war der erste Kempomeister in Berlin, der das Shaolin Kempo unterrichtete. Seine Begeisterung und jahrzehntelange Erfahrung ließen ihn eine, einzigartige Richtung entwickeln - das
Shaolin Chi-Kempo
Es vereint:
- Klassische Verteidigungstechniken nach traditionell asiatischem Vorbild
- Freies, intuitives Kämpfen
- Körperliche Geschmeidigkeit durch Yoga und Atemarbeit
- Energiebelebung der Meridiane
- Traditionelles und neuzeitliches Wissen um Gesundheit.
- 30 Jahre Erfahrung im Kampfsport und besondere Lehrmethoden geben Ihnen die Möglichkeit, in nur 2 Jahren soviel zu lernen, wie normalerweise in 10 Jahren.
Geschützte PDF-Datei zum Download (ab Acrobat Reader 5.5 aufwärts)
Sifu
Frank Olislagers
6. Toan
Chen Tao Wushu
Shaolin Kempô Lehrer
Frank Olislagers begann in den 80er Jahren mit dem Training unter der Leitung von Volker Frohnhoff im KWOON Geldern. Das Training wurde bis Sommer 1992 überwiegend von Markus Bauer durchgeführt, der die technischen Grundlagen vermittelte. Nach dessen Weggang zum KWOON Homberg übernahm Frank Olislagers im Herbst 1993 das Training im KWOON Geldern, das er bis zum Sommer 2000 weiterführte. Weitere Einflüsse kamen hinzu durch Sifu Tze, Hans Stresius, dem Spiritus Rector des Shaolin Kempô und Chuan Su Pok Kek Kune in Deutschland, Peter Rutkowski und anderen Lehrern, überwiegend aus den Kampfkunstsystemen von Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze.
Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze
Als einer der Wegbereiter der asiatischen Kampfkünste in Europa, speziell in den Niederlanden und in Deutschland, spielt Sifu Tze Prinz Dschero Khan Chen Tao Tze eine bedeutende Rolle für die Kampfkunst im KWOON Kerken-Geldern e. V.
So bilden die Kampfstile, die heute im Wesentlichen durch Prüfungsprogramme definiert sind, nach wie vor die technische Grundlage unseres Trainings. Näheres zur Person von Sifu Tze findet Ihr im Mitgliederbereich. Es gibt aber mittlerweile auch überall im Internet umfangreiche, wenn auch teilweise widersprüchliche oder sogar haarsträubende Darstellungen zu seiner Person und zu seiner Kampfkunst.
Texte von Sifu Tze:
An dieser Stelle sollen die Aufzeichnungen von Sifu Tze zu den unterschiedlichen Bereichen der Kampfkunst und Philosophie veröffentlicht werden. Dies sind im einzelnen:
Ein Text von Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze, in dem er grundsätzliche Ausführungen zum Kampf mit dem Klewangsäbel macht. Diese Ausführungen sind auch ohne weiteres auf den waffenlosen Kampf zu übertragen und von daher für all diejenigen von Interesse, die sich mit ihrer Kampfkunst auf Sifu Tze beziehen oder zurückführen. Den Artikel könnt Ihr hier lesen und hier herunterladen.
Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze widmet sich seit Jahren neben dem Bogenschiessen auch dem Säbel- und Schwertkampf. Dabei beschäftigt er sich besonders intensiv mit dem Gebrauch des Klewang, einer niederländischen Variante des früheren deutschen Artilleriesäbels, das im täglichen Gebrauch der K.N.I.L (Koninklijk Nederlandse Indisch Leger = Königlich niederländisch-indischen Armee) eine besondere Bedeutung hatte. Heutzutage wird das Klewang noch in dem der niederländischen Marechaussee zugeordneten Verein "Oude Korps Marchaussee" trainiert. Sifu Tze hat die Geschichte dieses Vereins und des Klewangs in einem kurzen Artikel dargestellt, den Ihr hier lesen und hier herunterladen könnt.
Im Rahmen einer generellen Diskussion um die Bedeutung der Philosophie in den Kampfkünsten hat Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze seine spezielle Auffassung einmal schriftlich niedergelegt und zur Veröffentlichung im Internet freigegeben. Den unseres Erachtens interessanten Artikel könnt Ihr hier lesen und hier herunterladen.
Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze hat über das Bogen- und Armbrustschießen und speziell über die Bogen- und Armbrustjagd in der Zeitschrift "Pfeil und Bogen" einen lesenswerten Artikel verfasst, in dem er auch seinen Werdegang kurz darstellt. Diesen Artikel könnt Ihr hier lesen und hier herunterladen.
Shaolin Kempô
Man versteht in Europa, insbesondere in den Niederlanden und Deutschland, unter Shaolin Kempô in erster Linie die chinesische Kampfkunst, die von Prof. Dr. Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze (Gerald Karel Meijers) 1954/1960 in den Niederlanden eingeführt wurde und von ihm zwischen 1966 und ca. 1985 auch in Deutschland, vornehmlich am Niederrhein und im Ruhrgebiet unterrichtet und verbreitet wurde.
Sifu Tze erlernte verschiedene Kampfsysteme in den 30er und 40er Jahren in Asien und brachte diese dann nach Europa. Die näheren Einzelheiten werden inzwischen auf verschiedenen Internetseiten ausführlich dargestellt und beschrieben. Shaolin Kempô (Kempô Nadaa) ist das Grundlagensystem des Chen Tao Wushu und wird im KWOON Kerken-Geldern e. V. auch eigenständig trainiert mit der Möglichkeit, Gürtelprüfungen abzulegen. Orientierung ist dabei das Prüfungsprogramm der Deutschen Wushu Federation e. V., das Ihr hier einsehen und hier als pdf-Datei runterladen könnt.
Chan Shaolim Si Kung Fu
Als Chan Shaolim Si Kung Fu (Shaolim Si Wu Chu) wird die Kampfkunst bezeichnet, die Sifu Tze in den 70er Jahren durch das Training in den so genannten Shaolingruppen bekannt gemacht hat. Chan Shaolim Si Kung Fu beinhaltet sowohl die äußere als auch die innere Seite des Shaolin Kung Fu, d.h. neben dem körperlichen Training der Kampftechniken und –verfahren gehörten und gehören heute noch chinesische Philosophie, Meditation, Medizin sowie die vielfältigen Psychoregulationen als gleichberechtigte Teile zur Ausbildung. Rein kampftechnisch gesehen bilden die Pok Kek Kumiten und Shaolim Si Kumiten (Po Chi) sowie die Grosse Drachenform (Da Lung oder Dragoon), die Handbewegungenform, die Tigerkäfigform und die statischen Grundübungen die Basis des Stils. Diese Stilelemente werden im Chen Tao Wushu und speziell im KWOON Kerken-Geldern e. V. nur von den fortgeschrittenen Farbgurten und den Schwarzgurten geübt. Chan Shaolim Si Kung Fu hat neben Chen Tao Wushu noch eine Reihe von anderen Kampfstilen nachhaltig beeinflusst. Auch zum Chan Shaolim Si Kung Fu findet sich inzwischen überall im Internet eine Fülle von Informationen und Darstellungen.
Dju Ssu
Dju Ssu (He Tjie Tao Dju Chu) ist die chinesische Kurz- oder Urform des jap. Jiu Jitsu.
Im Chen Tao Wushu wird Dju Ssu nicht isoliert trainiert, sondern die Befreiungen, Griffe, Hebel und Würfe sind für die fortgeschrittenen Schüler in den Partnerübungen integriert. Dju Ssu hat sich als Kampfsystem inzwischen verselbstständigt und wird von einer Vielzahl von Vereinen und Schulen betrieben.
Tai Chi Chuan
Tai Chi Chuan oder in einer anderen Umschrift Tai Ji Quan wird oft als chinesisches Schattenboxen bezeichnet und ist eine harmonische und sanfte Bewegungslehre innerhalb des traditionellen chinesischen Gesundheitssystems. Durch die langsamen, fließenden Bewegungen im Einklang mit der Atmung wird eine positive Stimulation der inneren Körperorgane erreicht. Dabei werden sämtliche Muskeln, Knochen, Gelenke und Sehnen sanft beansprucht, wodurch der Körper als Ganzes trainiert wird. Durch die stille und konzentrierte Ausübung der Bewegungen mit dem Hauptaugenmerk auf natürliche Atmung wird ebenfalls eine beruhigende Wirkung für die Psyche erreicht, wodurch Stress und andere psychische Belastungen abgebaut werden können. Dies ist aber nur eine Seite des Tai Chi Chuan, die andere ist die viel ältere und grundlegendere Eigenschaft und Bedeutung des Tai Chi Chuan, nämlich als Kampfkunst und Selbstverteidigung. Im Chen Tao Wushu sind aus einigen ursprünglich harten Formen sanfte Formen geworden, die trotz unverkennbarer Kampfbezogenheit das Tai Chi Bewegungsmuster und –prinzip verwirklichen. Dieser Vorgang lässt sich auch umkehren, wenn ehemals sanfte und weiche Formen dann hart und dynamisch ausgeführt werden. Damit heben sich dann in der Folge die harten und weichen Kampfstile auf und ergänzen und vervollständigen sich wechselseitig.
Philosophie
Philosophie (griechisch: "Liebe zur Weisheit, zur Wissenschaft") bedeutet das Streben der menschlichen Vernunft nach Wahrheit, insbesondere auch das Fragen nach der Stellung des Menschen in der Welt. Philosophie lässt sich nicht auf einen bestimmten Gegenstandsbereich festlegen. So wird Philosophie heute häufig mit Erkenntnis- bzw. Wissenschaftstheorie gleichgesetzt, d. h., ihr fällt die Aufgabe zu, die unbewiesen von den Einzelwissenschaften vorausgesetzten Prinzipien und Möglichkeitsbedingungen zu klären.
Auf einen kurzen Nenner gebracht, kann man mithin die Philosophie als die Suche nach den Prinzipien der Welt und dem Sinn des Lebens ansehen. Fundament und Rahmen der Philosophie im Chen Tao Wushu sind zunächst einmal die klassischen Philosophien Asiens, nämlich Chan- oder Zen-Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus. Darauf aufbauend erfolgt die Beschäftigung mit den westlichen Weltanschauungen. Durch die philosophische Betätigung besteht die Möglichkeit, die inneren Strukturen der Kampfkunst zu erkennen und entsprechend auf das tägliche Leben zu übertragen. Damit kann dann Chen Tao Wushu gleichzeitig als Kampfkunst und Lebenskunst verstanden werden.
Meditation
Das aus den lateinischen Worten "meditatio" und "meditor" abgeleitete Wort "Meditation" bedeutet "Bedachtnahme, Nachsinnen, Überdenken", aber auch "sich üben, einüben, einstudieren". Man versteht unter Meditation zunächst einmal völlig wertfrei und von bestimmten Formen losgelöst, die Übung der körperlichen und geistigen Entspannung und damit das Abschalten aller äußeren Einflüsse. Da im Chen Tao Wushu der "Weg" zentrales Element der Ausbildung und die körperliche Ausbildung in der Kampfkunst die erste Stufe ist, wird die Meditation zunächst auf dieser Ebene, besonders durch das Üben der vielfältigen Formen, praktiziert. Daneben werden im Chen Tao Wushu die klassischen asiatischen Meditationsformen im Sitzen, im Stehen und im Laufen geübt. Wegen der gesundheitsfördernden Wirkung wird die Meditation häufig mit Gymnastik- und Atemübungen, speziell Qi Gong, verbunden.
URSPRUNG DES SHAOLIN KEMPO
Shaolin Kempo, auch unter der Bezeichnung Kung-Fu oder Chuan-Fa bekannt, stammt der Überlieferung nach ursprünglich aus Indien. So kam im Jahre 520 zur Zeit der Liang-Dynastie (506-550) Ta Mo (sanskrit: Bodhidharma; jap.: Daruma) einer chinesischen Legende nach aus Indien nach China. Er wollte die Lehre Buddhas verkünden und ließ sich im Norden im Shaolin-(jap.: Shorinji) Kloster der Honan-Provinz nieder. Hier meditierte er mehrere Jahre und unterwies seine Schüler zur körperlichen Belebung in Gesundheitslehre und Selbstverteidigung. - Einen wesentlichen, wenn auch ungewollten Umstand zur Entwicklung der Shaolin-Techniken, trug die politische Zielsetzung des Waffenverbots und der Volksunterdrückung durch diverse Dynastien Chinas bei. Aufgrund dieser Tatsache traf man sich an geheimen Plätzen, um sich der verschiedensten Selbstverteidigungsarten zu entsinnen. So kam es, daß sich gerade in China die Kampfkünste zur Blüte entwickelten. Selbst später, in anderen ostasiatischen Ländern entwickelte Kampfsysteme, sind auf den chinesischen Ursprung zurückzuführen.
ENTSTEHUNG DES KEMPO DURCH HERRN G. K. MEIJERS
Der 1928 in der Mongolei in einer von Bürgerkriegen und japanisch-chinesischer Auseinandersetzungen geprägten Zeit geborene Niederländer Gerald Karel Meijers kreierte ein Kampfkunst-System, das er später ,,Shaolin-Kempo" nannte. Seinen Angaben zufolge hatte die Berührung mit chinesischen als auch japanischen Kampfkünsten wesentlichen Einfluss auf sein System.
Der Kontakt zu den Künsten Chinas soll durch verschiedene Aufenthalte während der Kinder- und Jugendjahre in entsprechenden Klöstern zustande gekommen sein. Der japanische Einfluss entstand durch Begegnungen mit Kampfkunstexperten wie Yamaguchi Gogen (Goju-ryu-Karate) sowie Doshin So (Shorinji-Kempo).
Die Bezeichnung "Shaolin" soll einerseits in Anlehnung auf den gelernten nordchinesischen Kampfstil ,,Chuan Su" gewählt worden sein, andererseits in Bezug auf die in den dortigen Provinzen synonym gebräuchliche, buddhistische Bezeichnung für den sog. ,,harten" Stil.
ENTWICKLUNG UND VERBREITUNG DES SHAOLIN KEMPO
Shaolin-Kempo wurde über die Niederlande 1956 durch den Mongolen Dschero Khan Chen Tao in Europa eingeführt. Aus staatsrechtlichen Gründen nahm er den Namen Gerald Karel Meijers an. Herr Meijers gründete und leitete unter seinem Vorsitz den ,,Eerste Nederlandse Kempo Bond (ENKB)".
Am 06.12.1981 wurde der Shaolin-Kempo Verband NW (SKVNW) gegründet und schloss sich dem Dachverband für Budo - Techniken NW (DVNW) an. Um auch anderen chinesischen Systemen eine Verbandsmitgliedschaft zu ermöglichen, wurde am 13.04.1985 der Verbandsname in Nordrhein-Westfälischer Shaolin-Kempo/Kung Fu Verband geändert. 3 Jahre später (am 06.02.1988) änderte man den Verbandsname Nordrhein-westfälischer Shaolin-Kempo/Kung Fu Verband in Deutsche Wushu Federation NW (DWF NW). Dasselbe erfolgte mit dem zwischenzeitlich gegründeten Deutschen Shaolin Kempo /Kung Fu Verband auf Bundesebene, er nannte sich seit dem 18.09.1988 Deutsche Wushu Federation (DWF) .
Die DWF setzt sich aus autonomen Fachschaften unterschiedlicher Stilrichtungen zusammen, sowie auch der Fachschaft Shaolin-Kempo.
Bereits am 03.10.1990 wurde in Beijing (Peking), China, durch die DWF und 34 weiteren nationalen Verbänden die Internationale Wushu Federation (IWF) gegründet.
Seitdem ist die Deutsche Wushu Federation (DWF) weltweit anerkannt.
BSV "ROTER DRACHE" e.V. KLEVE
Ca. 1967 entstand in Deutschland die Interessengemeinschaft Shaolin-Kempo durch Hermann und Gertrud Scholz in Kleve beim BSV "Roter Drache" e.V.
Knapp 35 Jahre kann nun die Abteilung Shaolin Kempo des Budosportvereins "Roter Drache" e.V. Kleve auf eine traditionsreiche und bewegte Geschichte zurückblicken. Aus der Gemeinschaft der unzähligen Kempo-Schüler gingen über die Jahre hinweg viele qualifizierte Meistergrade hervor, die sich mittlerweile in eigenen Vereinen in Kleve und sogar in der weiteren Umgebung um die Verbreitung dieser Kampfkunst bemühen. - Ein Dankeschön an alle Meister, die ihre Schüler auf den langen und beschwerlichen Weg der Erkenntnis begleitet haben; ganz besonderen Dank und Anerkennung gebührt unserem langjährigen Trainer und Ehrenmitglied Sifu J.C.A. Brugman (7. Toan Shaolin Kempo).
Geschützte PDF-Datei zum Download (ab Acrobat Reader 5.5 aufwärts) Beitrag von Manfred Utt über die Entstehungsgeschichte des Roten Drachen.
Die nachstehenden Aufzeichnungen, sind aus Mitschriften von Gesprächen entstanden, die ich mit Sifu Tze in seinen Häusern in Horst und Weeze geführt habe. Christoph Lemm, Grevenbroich
Sifu Tze, „Kleiner Lehrer“, was steckt dahinter, wenn man im Kindesalter einen solchen Namen verliehen bekommt? Ein mongolischer Prinz, ein Flüchtling, einer der größten Kampfkunstexperten unserer Zeit, ein Mönch, ein tibetischer Lama, ein Philosoph, ein Arzt, ein Soldat, ein Diplomat und noch vieles mehr. Alles in allem verbirgt sich dahinter eine Lebensgeschichte, die zu erzählen sicher lohnt. Wenn man ihn nach seiner eigenen Einschätzung über sein bisheriges Leben befragt, gibt er zur Antwort: „Ich bin ein Sandkörnchen in der Wüste“. Welche Wüste mag damit gemeint sein, die große Gobi mit all ihrem Sand oder die Wüste des Lebens mit all ihren Eindrücken, Facetten und Individuen. Eigentlich ist dies nicht so wichtig, beeindruckender ist die Tatsache dass dieses Sandkörnchen sich aus der Vielzahl der Körner so hervorhebt.
Das Licht der Welt erblickte Sifu Tze als Prinz Ganjuuryn Dschero Khan und Sohn von Prinz Ganjuurjav Khan und Prinzessin Taimu Altan Cesek am 28. August 1928 am Flusse Onon in der Bucht von Ulan Bator. Er gehört dadurch von Geburt zum Adelsgeschlecht der Bordschigin (Sesten Sholoy Khan 1577-1652) und kann damit seine Abstammung weiter auf den legendären Dschingis Khan zurückführen. Dies wurde im 29. April 1991 von der mongolischen Regierung bestätigt und anerkannt. Dschero Khan besitzt diesbezügliche Dokumente aus dem mongolischen Staatsarchiv und einen mongolischen Diplomatenpass auf den Namen Prinz Ganjuuryn Dschero Khan. Sifu Tze, „Kleiner Lehrer“, was steckt dahinter, wenn man im Kindesalter einen solchen Namen verliehen bekommt? Ein mongolischer Prinz, ein Flüchtling, einer der größten Kampfkunstexperten unserer Zeit, ein Mönch, ein tibetischer Lama, ein Philosoph, ein Arzt, ein Soldat, ein Diplomat und noch vieles mehr. Alles in allem verbirgt sich dahinter eine Lebensgeschichte, die zu erzählen sicher lohnt. Wenn man ihn nach seiner eigenen Einschätzung über sein bisheriges Leben befragt, gibt er zur Antwort: „Ich bin ein Sandkörnchen in der Wüste“. Welche Wüste mag damit gemeint sein, die große Gobi mit all ihrem Sand oder die Wüste des Lebens mit all ihren Eindrücken, Facetten und Individuen. Eigentlich ist dies nicht so wichtig, beeindruckender ist die Tatsache dass dieses Sandkörnchen sich aus der Vielzahl der Körner so hervorhebt.
Das Licht der Welt erblickte Sifu Tze als Prinz Ganjuuryn Dschero Khan und Sohn von Prinz Ganjuurjav Khan und Prinzessin Taimu Altan Cesek am 28. August 1928 am Flusse Onon in der Bucht von Ulan Bator. Er gehört dadurch von Geburt zum Adelsgeschlecht der Bordschigin (Sesten Sholoy Khan 1577-1652) und kann damit seine Abstammung weiter auf den legendären Dschingis Khan zurückführen. Dies wurde im 29. April 1991 von der mongolischen Regierung bestätigt und anerkannt. Dschero Khan besitzt diesbezügliche Dokumente aus dem mongolischen Staatsarchiv und einen mongolischen Diplomatenpass auf den Namen Prinz Ganjuuryn Dschero Khan. Sein Vater, Prinz Ganjuurjav Khan, wurde im Jahre 1886 in einem Dorf am Onon in der Nähe von Ulanbadtor geboren. Er studierte im berühmten Drepung Kloster in Tibet und war dort später auch der Leiter des Sicherheitsdienstes und der Vertraute des 1924 verstorbenen Lamakönigs Jebtsumdamba Khutuku Bogdo Khan, auch bekannt als „lebender Buddha von Urga“. Prinz Ganjuurjav Khan war Lama des tibetischen Buddhismus und Schamane, viele alte Lamas haben ihn gut gekannt und selbst der Dalai Lama kann dies bestätigen. Auch Dschero Khan wurde bereits in frühester Kindheit vom Lama Geshe Konchung Lhujndup ausgebildet und später zum Lama Mönch geweiht. Er trägt auch dessen tibetischen Namen Lhujndup und den Titel Geshe. Das Amt und die Person des Dalai Lama und dessen Inkarnationen sind eng mit den Kahnen der Mongolei verknüpft. Der Dalai-(ozean-weit) Lama ist das geistliche und politische Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus. Er gilt als Inkarnation des Bodhisattva Avalokiteshvara und zugleich als Reinkarnation seines jeweiligen Vorgängers. Es heißt, dass die Seele des Dalai-Lama nach seinem Tod in den Körper eines männlichen Neugeborenen eingeht, der dann aufgrund bestimmter körperlicher Merkmale und durch das wieder Erkennen persönlicher Gegenstände als neue Inkarnation identifiziert wird. Dazu sucht eine Gruppe von Mönchen das ganze Land ab. Wird die Inkarnation gefunden, wird das zumeist noch ein Kind unter großen Zeremonien zum neuen Dalai-Lama erklärt. Das war aber nicht immer so. Der Erste, der den Titel Dalai-Lama trug, war Sonam Gyatso, der 3. Abt des Drepung-Klosters und Oberhaupt des Gelugpa-Ordens, der den Titel im Jahr 1578 von dem Mongolenherrscher Altan Khan erhielt. Als äußeres Zeichen übergab man ihm den Ring des Kublai Khan. Dieser Ring ist immer noch im Besitz des amtierenden Dalai Lama. Da Sonam Gyatso nicht das ertse Oberhaupt war, wurde der Titel dann rückwirkend auf alle früheren Ordensoberhäupter übertragen. Etwa zur selben Zeit wurde der tibetische Buddhismus von dem strengen Reformer Tsong-kha-pa erneuert. Er gründete die Dge-lugs-pa-Sekte, die auch als „Gelbmützensekte” oder „Gelbe Kirche” bekannt ist. Das hatte die Folge, dass formal das Regierungssystem von Khan und Vizekönig erneuert werden konnte. Altan Khan unterstellte außerdem praktisch alle Mongolen der religiösen Autorität des Dalai-Lama. Das nun in Folge vierte Oberhaupt der Dge-lugs-pa-Sekte wurde angeblich in der Familie Altans reinkarniert, und mongolische Truppen drangen nach Tibet ein, um den Anspruch Altans zu untermauern. Trotz des Widerstands der Karma-pa-Sekte und der weltlichen Aristokratie Tibets gelang es dem Bündnis aus Mongolen und Dge-lugs-pa um 1642, eine Regierung Tibets durch die Dalai-Lamas durchzusetzen. Sein Vater, Prinz Ganjuurjav Khan, wurde im Jahre 1886 in einem Dorf am Onon in der Nähe von Ulanbadtor geboren. Er studierte im berühmten Drepung Kloster in Tibet und war dort später auch der Leiter des Sicherheitsdienstes und der Vertraute des 1924 verstorbenen Lamakönigs Jebtsumdamba Khutuku Bogdo Khan, auch bekannt als „lebender Buddha von Urga“. Prinz Ganjuurjav Khan war Lama des tibetischen Buddhismus und Schamane, viele alte Lamas haben ihn gut gekannt und selbst der Dalai Lama kann dies bestätigen. Auch Dschero Khan wurde bereits in frühester Kindheit vom Lama Geshe Konchung Lhujndup ausgebildet und später zum Lama Mönch geweiht. Er trägt auch dessen tibetischen Namen Lhujndup und den Titel Geshe. Das Amt und die Person des Dalai Lama und dessen Inkarnationen sind eng mit den Kahnen der Mongolei verknüpft. Der Dalai-(ozean-weit) Lama ist das geistliche und politische Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus. Er gilt als Inkarnation des Bodhisattva Avalokiteshvara und zugleich als Reinkarnation seines jeweiligen Vorgängers. Es heißt, dass die Seele des Dalai-Lama nach seinem Tod in den Körper eines männlichen Neugeborenen eingeht, der dann aufgrund bestimmter körperlicher Merkmale und durch das wieder Erkennen persönlicher Gegenstände als neue Inkarnation identifiziert wird. Dazu sucht eine Gruppe von Mönchen das ganze Land ab. Wird die Inkarnation gefunden, wird das zumeist noch ein Kind unter großen Zeremonien zum neuen Dalai-Lama erklärt. Das war aber nicht immer so. Der Erste, der den Titel Dalai-Lama trug, war Sonam Gyatso, der 3. Abt des Drepung-Klosters und Oberhaupt des Gelugpa-Ordens, der den Titel im Jahr 1578 von dem Mongolenherrscher Altan Khan erhielt. Als äußeres Zeichen übergab man ihm den Ring des Kublai Khan. Dieser Ring ist immer noch im Besitz des amtierenden Dalai Lama. Da Sonam Gyatso nicht das ertse Oberhaupt war, wurde der Titel dann rückwirkend auf alle früheren Ordensoberhäupter übertragen. Etwa zur selben Zeit wurde der tibetische Buddhismus von dem strengen Reformer Tsong-kha-pa erneuert. Er gründete die Dge-lugs-pa-Sekte, die auch als „Gelbmützensekte” oder „Gelbe Kirche” bekannt ist. Das hatte die Folge, dass formal das Regierungssystem von Khan und Vizekönig erneuert werden konnte. Altan Khan unterstellte außerdem praktisch alle Mongolen der religiösen Autorität des Dalai-Lama. Das nun in Folge vierte Oberhaupt der Dge-lugs-pa-Sekte wurde angeblich in der Familie Altans reinkarniert, und mongolische Truppen drangen nach Tibet ein, um den Anspruch Altans zu untermauern. Trotz des Widerstands der Karma-pa-Sekte und der weltlichen Aristokratie Tibets gelang es dem Bündnis aus Mongolen und Dge-lugs-pa um 1642, eine Regierung Tibets durch die Dalai-Lamas durchzusetzen. 1642 ernannte dann der Mongolenführer Gushri Khan den fünften Dalai-Lama (1617-1682) neben dem geistlichen auch zum weltlichen Herrscher von Tibet. Seine Nachfolger regierten Tibet anfangs als Untergebene der Mongolen und danach, von 1720 bis 1911, als Vasallen des Kaisers von China.
Als die chinesischen Kommunisten 1950 Tibet besetzten, gerieten sie in zunehmenden Konflikt mit Tenzin Gyatso, dem 14. Dalai-Lama. Nach einem erfolglosen Aufstand im Jahr 1959 verließ auch er sein Land und lebt seither im Exil in Indien. Noch heute besteht eine enge Beziehung zwischen der tibetischen Exilregierung und der Mongolei.
Im Jahre 1934 nahm das Leben von Dschero Khan eine jähe Wendung. Seine Eltern brachten ihn aus Angst vor den Todesdrohungen der Kommunisten unter größter Geheimhaltung in ein chinesisches, buddhistisches Kloster in die „Innere Mongolei“ zu dem Mönch Tao Tao Tze. Nach dem sich die Gerüchte um das weitere Schicksal der Eltern häuften und deren Tötung nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, setzte der Mönch mit dem Prinzen die Flucht fort. Ihr Ziel war die chinesische Hafenstadt Shanghai. Die Flucht verlief unter schlimmen Umständen und unter den größten Entbehrungen, fern aller befestigten Wege und meist bei Dunkelheit. Sie mussten allen mistrauen und mieden so gut es ging die Begegnung mit Reisenden und den Einheimischen auf ihrem Weg. So durchstreiften sie zum Teil so karge Landschaften, das sie weder Nahrung noch Wasser fanden. Sifu Tze sagt, das sie vor Not gezwungen waren sogar menschliches Fleisch zu essen.
Auf Ihrem Weg reisten sie in die chinesische Provinz Henan zum Kloster Songshan, auch als Shaolin bekannt. Es lebten damals dort 6 Mönche und 6 Zivilisten (4 Frauen und 2 Männer), die Haushaltsarbeiten und das Kochen der Mahlzeiten verrichteten und damit ihren Lebensunterhalt verdienten. Das Kloster diente als Herberge in der Zeit von 1930 bis 1936. Dschero Khan erinnert sich an Handwerker, die mit Reparaturarbeiten des 1928 durch einen Brand fast ganz zerstörten Klosters betraut waren. Es wurden keine Kampfkünste mehr dort trainiert, und das wohl schon seit der Zerstörung des Klosters im Jahre 1928 nicht mehr. Noch heute erinnert eine auf einem der Klostersteine stehende Inschrift „Chen Tao Tze 1934 eingetragen durch den Mönch Tao Tao Tze“ an ihren Aufenthalt in Shaolin. Tao Tao Tze gab Dschero Khan den chinesischen Namen Chen Tao Tze und ließ ihn später in Shanghai als chinesisches Kind registrieren. Er wollte so die nach dem Kind suchenden Verfolger täuschen und ihre eigene Spur verwischen. Aus dieser Zeit resultiert Dschero Khans aktueller chinesischer Pass auf den Namen "Prof. Dr. Chen Tao Tze". Von Tao Tao Tze lernte Dschero Khan die taoistisch geprägten Systeme Tai Chi und Qi Gong. Nach einem dreiviertel Jahr erhielt Tao Tao Tze Informationen, dass sich der Ring der Verfolger immer enger um sie legte. Der Mönch war den Verfolgern einen Schritt voraus, gab das beschauliche klösterliche Leben wieder auf und setzte mit dem jungen Dschero die Flucht nach Shanghai fort. Wie zuvor reisten sie zumeist im Schutze der Nacht und trafen nach einem langen beschwerlichen Fußmarsch an ihrem Etappenziel an. Nun galt es die weitere Flucht zu planen und die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Ein befreundeter buddhistischer Mönch mongolischer Abstammung mit Namen Pen Tjing hatte bereits nach dem großen Brand im Jahre 1928 das Kloster Shaolin verlassen und lebte in einem chinesisch buddhistischen Kloster in Bandung. Tao Tao Tze wusste davon und wollte nun die Flucht in Richtung Indonesien fortzusetzen. Die Reise wurde durch den ständigen Druck der kommunistischen Verfolger schnell notwendig. Tao Tao Tze nahm Kontakt mit dem holländischen Kapitän Paul Meijers auf. Diesem hatte den Ruf, mit Waffenhandel und Schmuggel ein beträchtliches Vermögen zusammen gebracht zu haben und zu fast allem bereit zu sein, solange der Preis stimmte. Paul Meijers war ein Sohn des aus Nijmegen stammenden Koloniales Dolf Meijers. Die Familie Meijers lebte mit ihren 17 Kindern in der Walstraat Nummer 3. Der am 16. April 1907 geborene Bruder von Paul Meijers, Gerard Carel, ging bereits 1925 nach Holländisch-Indien, wie Indonesien damals genannt wurde. Er sollte im Leben von Dschero Khan noch eine große Rolle spielen.
Zurück zu Kapitän Paul Meijers. Er traf mit Tao Tao Tze die Vereinbarung, den jungen Dschero Khan von Shanghai nach Semarong auf Java zu schmuggeln und ihn von der Hafenstadt ins Landesinnere der Insel, in den Ort Magelang zu bringen. Hier fand Dschero Khan Obhut im „Pa van der Steur Waisenhaus". Eine weitere Passage für den Mönch ließen ihre bescheidenen Mittel nicht zu. Dschero musste sich die Überfahrt als Schiffsjunge verdienen. Dies war auch seiner Tarnung zuträglich. Ein Schiffsjunge war nicht weiter auffällig und so konnte die Flucht etwas weniger dramatisch, jedoch für Dschero allein, weiter gehen.
„Nederlands Indie“ war, wie der Name schon beschreibt, eine niederländische Kolonie. Angefangen hatte die Kolonialisierung mit Gründung der Niederländischen Ostindischen Kompanie im Jahre 1602. Ein Land bestehend aus einer Vielzahl von Inseln und Archipelen (Heute besteht Indonesien aus 13 677 Inseln, die sich auf einer Länge von ungefähr 5 100 Kilometern beiderseits des Äquators erstrecken), die auch meist von einem lokalen Fürsten oder Sultanen regiert wurden; hier hielten etwa 200.000 holländische Soldaten die 60 Millionen Indonesier unter Kontrolle. Eine Situation die sicherlich nicht leicht zu meistern war. Die Soldaten waren ein Truppenkontingent der „Koninklijk Nederlands Indisch Leger (KNIL)" und wurden umgangssprachlich auch die Kolonialen genannt. Hier treffen wir auf einen Bekannten, den Bruder des holländischen Kapitäns Paul Meijers, den KNIL-Sergeanten Gerard Carel Meijers. Er nahm sich Dschero Khans an und wurde sein Pflegevater. Von nun an wuchs Dschero Khan als Kasernenkind auf, als Kind, das unter dem Bett schläft. Er hielt Ordnung in den Sachen des Soldaten und bewachte sein Hab und Gut. Dafür wurde er mit Nahrung und Unterkunft versorgt. Das soldatische Leben gefiel Dschero gut. Wenn sein Pflegevater auf Patroullie war, sorgten andere aus der großen Wohngemeinschaft der Kaserne für Dschero Khan. In dieser Zeit lernte er Indonesisch, Javanisch, Malaiisch und Sudanesisch. Schnell freundete er sich auch mit den anderen Kasernenkindern an. Sie schlossen sich zu einer Clique zusammen und übten sich im Schwertfechten. Auf vielen Streifzügen durch die Umgebung lernte er auch die Geheimnisse des Dschungels kennen. Nach dem Einfall der Japaner in Indonesien im Jahre 1942 geriet sein Pflegevater in Kriegsgefangenschaft und Dschero Khan wurde als erst 14jähriger im Jungencamp in Zjiemahi interniert. Nach einiger Zeit der Internierung gelang es ihm, zu flüchten; dabei tötete er seinen japanischen Bewacher mit dessen eigenem Schwert. Aus dieser Zeit rührt die Mitgliedschaft von Sifu Tze in einer niederländischen Vereinigung der Campinsassen aus der damaligen Zeit. Von Zjiemahi aus konnte Sifu Tze nach Bandung in das chinesische Kloster fliehen, seinem eigentlichen Ziel, an das er sich aus Erzählungen Tao Tao Tzes erinnern konnte. Das Kloster heißt Kelenteng Hiap Thian Kong des guten Yayasan Satya Budhi. Das Kloster besteht nun schon fast 100 Jahre und Sifu Tze steht auch heute noch in Kontakt mit dem Kloster. Dort hängt auch ein Foto von ihm, das Besuchern gerne gezeigt wird. In der Zeit von 1928 bis Anfang der 30er Jahre lebte und unterrichtete in diesem Kloster der berühmte Shaolin Mönch Pen Tjing. Als Zeichen Ihrer Mönchswürde tragen die Mönche dort als Anhang an ihren Namen den Titel Fase, also hier Pen Tjing Fase. Er war mongolischer Abstammung und wurde auch mit Urga angesprochen. Dschero Khan erhielt in diesem Kloster von den Mönchen Tong Yi Fase, Tie Kang Fase und Yuan Len Fase Unterricht im Chuan Chu und Wu-Tang. Sie nannten ihn Sijoro, was so viel bedeutet wie „Kind ohne Eltern“. Yuan Len Fase gab ihm später dort den Namen "Sifu Tze". Diesen Namen hat er als Beinamen immer behalten.
Nach der japanischen Kapitulation am 25. August 1945 kehrte er zu seinem aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Pflegevater, den KNIL-Sergeant Meijers, zurück. Wieder im aktiven Dienst wurden Sergeant Meijers und auch der bereits 17jährige Dschero Khan der Eliteeinheit Andjing Nica („die weißen Hunde“) unter dem Kommando von Hauptmann van Zanten zugeteilt. Im Bestreben Indonesiens, nicht länger von Holland abhängig zu sein, proklamierte Sokarno die Indonesische Republik. Die Niederlande wollten jedoch ihre Kolonie nicht einfach so aufgeben und so kam es zum Krieg zwischen den Niederlanden und Indonesien.
Die KNIL - Soldaten gerieten in diesen Unabhängigkeitskrieg. Dschero Khan und sein Pflegevater nahmen als Mitglieder des „Korps Speciale Troepen“ unter Hauptmann Westerling u. a. an den Einsätzen, den „Politischen Aktionen“, im Juli 1947 und im Dezember 1948 teil. Man spürte deutlich die immer mehr zunehmende Gewalt im Guerilla-Krieg mit den indonesischen Revolutionären, den so genannten „Ploppers“. Das brutale Kriegsgeschehen wurde fast zur Normalität und alle Handlungen galten dem eigenen Überleben. Die Indonesier gewannen den Unabhängigkeitskrieg und erlangten am 27. Dezember 1949 ihre staatliche Souveränität. Indonesien war von nun an unabhängig und Hunderttausende mussten notgedrungen die lange Reise in die Niederlande antreten. Unter all den Reisenden waren auch Dschero Khan und sein Pflegevater G. C. Meijers. Erst im Dezember 1950 kamen die beiden in den Niederlanden an. Schon nach drei Wochen musste KNIL Sergeant Meijers wieder zu seiner Einheit nach Indonesien zurück. Dschero Khan wurde mit einer Gruppe anderer Repatrianten in einem Hotel in Uechelen untergebracht. Hier blieben sie bis 1951, der Umzug nach Nunspeet stand an. Sie wurden dort wiederum in einem Hotel, dem Hotel de Roskamp, untergebracht. Die Gruppe wurde eine eingeschworene Gemeinschaft. Unter ihnen waren die Gebrüder Piri und die beiden Brüder Pallit und Jantje Bos. Sie betrieben viel Sport in der Zeit, und am meisten Kampfsport. Am liebsten übten sie sich im Klewang-Fechten. Ansonsten war ihr Empfang nicht rosig. Oft stießen sie auf Ablehnung und Beschimpfungen wie „Blauer Affe“ oder „Erdnusschinese“ waren an der Tagesordnung. Auch seitens der offiziellen Stellen gab es wenig Anteilnahme, ganz zu schweigen von einer psychologischen Betreuung, um die Erlebnisse zu verarbeiten. Sifu Tze erinnert sich noch an den harten Winter in diesem Jahr. Dazu kamen dann noch das Desinteresse und die teilweise unverhohlene Verachtung der Bevölkerung. Die Gruppe hatte aber auch keine Ahnung, wie es den Niederländer unter der deutschen Besatzung ergangen war und verstand deshalb auch deren ablehnende Haltung gegenüber Fremden nicht. Die Niederländer wussten ihrerseits aber auch nichts über das, was sich in Indonesien abgespielt hatte und es lag wohl auch weit entfernt von jeglicher Vorstellungskraft der übrigen Bevölkerung. Im Frühjahr 1952 zogen sie um nach Haarderwijk und wohnten im Hotel „De Ardennen“. Die meiste Zeit verbrachten sie wieder mit Sport. Dschero Khan betrieb in der Hauptsache Krafttraining und Boxen. In dieser Zeit gab er selbst Lektionen in Kampfsport und Selbstverteidigung. Der nicht endende Koreakrieg eröffnete Sifu Tze die Möglichkeit, Berufssoldat zu werden. Kurz vor Ende des Weltkrieges in der Pazifikregion hatten die Vereinigten Staaten und die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken nach der Kapitulation der Japaner vereinbart, Korea am 38. Breitengrad zu teilen. Beide Großmächte nutzten ihre Anwesenheit, um die ihnen wohlgesonnene Regierung zu fördern. Die Koreaner jedoch glaubten an die Wiedervereinigung des Landes, aber in der aufkommenden Atmosphäre des Kalten Krieges scheiterten die amerikanisch-sowjetischen Bemühungen über die Vereinigung an gegenseitigem Misstrauen. 1947 begannen beide Mächte, eigene Regierungen aufzubauen. Die von den Amerikanern unterstützten und von den Vereinten Nationen beobachteten Wahlen von 1948 führten im August 1948 zur Gründung der Republik Korea. Der Norden folgte im September 1948 und errichtete die Demokratische Volksrepublik Korea. Am 25. Juni 1950 überschritten nordkoreanische Truppen den 38. Breitengrad und griffen den Süden an. Damit begann der Koreakrieg.
Dschero Khan ergriff die Chance sofort, um wie er sagt auch der Sinnlosigkeit dieses Daseins und der damit einhergehenden, drohenden Verweichlichung zu entkommen. Er meldete sich freiwillig und das Amtsgericht von Haarderwijk gab ihm den Namen Gerard Karel Meijers, geboren als Sohn des 1907 in Nijmegen geborenen KNIL-Sergeanten Gerard Carel Meijers. Als seinen Geburtsort gab er Magelang/Indonesien an. Auch sein Geburtsdatum änderte man vom 28. August 1928 auf das Jahr 1934. Ansonsten hätte er nicht Niederländer werden können. Mit dem niederländischen Pass machte sich der frisch gebackene Berufssoldat nun als Freiwilliger auf nach Korea. Das Niederländische Kontingent wurde Teil der „2nd US Div. 38th Infantry Regiment“. Dschero Khans Registriernummer lautete 340828345. Er nutzte auch die Zeit, um Taekyon Army Combat zu trainieren und legt am 09. Februar 1953 die Prüfung zum 1. Tan/Dan ab. Noch in Korea verlieh man ihm die Korea – Kriegs – Medaille „ The Korean War Medal“ und die Dankesurkunde „Korean Presidental United Citation, for outstanding performence of duty in Korean front against enemy“. Im Mai 1954 endete sein Koreaeinsatz und er reiste mit Zwischenstopps in Japan und Taiwan zurück. In Japan besuchte er die kösterlich geführte Kempo – Universität von So Doshin, dem Begründer des Shorinji Kempo. Das Kempo in Japan hat ihn stark beeindruckt. Alle Kempokas trugen das buddhistische Swastika Zeichen auf ihren Kimonos. Weil dies zu sehr an Hitlers Hakenkreuz erinnert, wählten sie später ein anderes Symbol.
Mit dem amerikanischen Piloten James Makoni flog Sifu Tze dann weiter nach Taiwan auf die amerikanische Basis Tjing Chuen Kang in der Nähe von Taichong. Hier erlernte er das Pochi, auch als Kuo Shu bekannt. Auf Taiwan begegnete er auch dem Polizeigeneral Sian Teh Huang, den er als seinen wichtigsten Lehrer bezeichnet und über den er zu den Kampfkünsten in Polizei und Militär, zur trad. Chinesischen Medizin und zur Pharmakologie kam. Prof. Dr. Sian Teh Huang graduierte ihn im Jahr 1967 zum 10. Toan (Urkunde No. 081).
Noch im Jahre 1954 kam er nach Holland zurück und diente bei der Königlichen Landmacht. In seiner
Freizeit gab er ab 1955 Unterricht im Kempo bei der „Spoorwegvereniging te Utrecht“ einem Mitglied der International Judo and Jiu Jitsu Leage. Dr. G. J. M. van Zantwijk, wohnhaft Koppelan 13, 3721 PD Bilthoven gilt als Zeitzeuge und bestätigt dies. Etwa zur gleichen Zeit unterrichtete er auch Kempo im Thorbecke Budo Verein Utrecht. Ab dem Jahre 1956 gab er den Dienst pflichtigen seiner Einheit beim Regiment „Van Heutz“, in der Kaserne „De Wit-tenberg“, Unterricht im "Military Allcombat", was er zu dieser Zeit auch Kempo und Pochi nannte. Auch im Bajonettkampf und im so genannten unbewaffneten "Mann gegen Mann" Kampf. Einer seiner direkten Kempo – Schüler aus dieser Zeit ist der Berufsoffizier Bobo Keller aus Arnheim.
Im Jahr 1958 wurde er bei den „Limburgse Jagers“ eingesetzt und ab 1960 beim Regiment „Van Heutz“ in Weert, 1961 ging er zur I.S.K. zur „Commandobaan Oostdorp“. Als Ausbilder war er nun in seinem Element und konnte sich jeden Tag dem Sport widmen.
Die meisten der Leute in dieser Einheit waren in Korea gewesen und haben dort in Spezialeinheiten, den so genannten Paracommandos, gedient. Sie hatten des-halb auch schon eine gute Ausbildung in "Military Allcombat". Der Kommandant war der Paracommando De Mai. Sifu Tze erinnert sich auch noch an Paracommando Koenrad und Frans de Rooy en Nagel. Im Kempo gab er dem Paracomman-do Harsteen und dem Commando Reebergen Unterricht. Später wurde De Haan Kommandant von Oostdorp und auch Dschero Khans bester Freund Jan Ringersma, der in Indonesien ebenfalls viele Abenteuer bestehen musste, war bald mit von der Partie.
Viele niederländische Soldaten kamen zu Trainingskursen nach Oostdorp. Es waren KMS – Leute aus Weert, KMA – Leute aus Breda und auch Polizisten, die auch im „Huis en Bos Gefecht“, im Strassen- und Häuserkampf, ausgebildet wurden. In der Zeit von 1958 bis 1960 hat Sifu Tze bei Boersma Judo und Jiu Jitsu trainiert und hat diesen als guten Lehrer in Erinnerung. Im Dezember 1961 führt Jon Bluming nach einem Japanaufenthalt das Kyokushinkai Karate in den Niederlanden ein. Er war ursprünglich schon hoch graduierter Judoka und ebenfalls Koreakriegsveteran. Sifu Tze sagt über ihn, das er ein richtiger Judochampion und guter Sportsmann war. Im Jahre 1962 nahm Sifu Tze in Amsterdam mit Jon Bluming Kontakt auf.
Das Kyokushinkai wurde von Mas Oyama begründet, einem in Japan lebenden Koreaner mit dem wirklichen Namen Hyung Yee. Er kombinierte Shotokan mit Goju Ryu und fügte noch weitere Elemente mit ein. Die Japaner wollten seinen Stil, den er zuerst Oyama Ryu nannte nicht anerkennen. Auch als er 1965 sich als Kancho bezeichnete und Nakamura Tadashi zum ersten Shihan ernannte änderte sich nichts. Er war ein guter Kämpfer und hatte sich intensiv um die Schaffung eines Stiles nach seinen Vorstellungen bemüht. Heute gilt Kyokoshinkai als die härteste Karate Ryu. Es werden dort traditionelle Vollkontaktkämpfe mit anschließenden Bruchtests ausgetragen. Oyama kam immer wieder in Verruf, zum einen mit seiner Graduierungspolitik und auch mit einer Weltmeisterschaft im Jahre 1975, bei der man ihm Manipulation vorwarf. Bluming sagte sich auch von Oyama los und gründete einen eigenen Kyokoshinkai-Verband.
Nach zwei Monaten Training im Tung Yen Dojo erhielt Sifu Tze den Braungurt im Kyokushinkai. Bei Abwesenheit von Jon Bluming erhielt er Unterricht von Blumings Assistenten, Jan Kallenbach, Loek Hollander und Henri Srieze. Zur gleichen Zeit errang Sifu Tze den Titel bei der niederländischen Militär-Amateurbox-meisterschaft. Im Monat April oder Mai 1962 traf Sifu Tze mit Carl Faulhaber zusammen, der sich zu dieser Zeit auf der Schießbahn von Harskamp aufhielt. Sifu Tze be-schreibt die Situation mit folgenden Worten: “Er kam regelmäßig zu uns, um Kaffee zu trinken und zu quatschen.“ Carl Faulhaber wurde 1923 in Semarang geboren und trat als Jugendlicher in den Dienst der KNIL. Im Januar 1954 kam dann der Sergeant 1. Klasse Carl Faulhaber mit seiner Familie in die Niederlande. Zuerst wohnte er mit seiner Familie, die Niederlande. Zuerst wohnte er mit seiner Familie, die Söhne Rob, Arthur, Ruud und Nollie, in der Pension
„Denne noord“ in Oosterbeck und nach einer Zwischenstation in Ede en Weert im Jahre 1961 zog er in die Gemeinde Renkum an den Airborneweg 8.
Der Erfolg von Jon Bluming mit Judo und Kyokushinkai fand auch in militärischen Kreisen Beachtung. So kam es dazu, dass im Mai 1962 Jon Bluming, Henri Serieze und Sifu Tze vor Soldaten eine Kyokushinkai-Karate Vorführung gaben. Carel Faulhaber war vom Karate sehr beeindruckt und äußerte den Wunsch, dass sein Sohn Rob bei Sifu Tze Unterricht nehmen sollte. Bevor Sifu Tze die Faulhabers traf, waren Frits “Paatje“ Drijssen, Gert van Zantwijk, Jan Middendorp, Karel Meijers, Hans Wellink, Karel van de Werf, Kid Postma, Soleiman Makui und Morritz van de Putten Danträger im „Kempo All-Combat“.
Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).
Nun begann die erfolgreiche Verbreitung des Sifu Tze Kempo. Sifu Tze gab weiter Unterricht an Soldaten und mittlerweile auch an mindestens genau so viele Zivilisten. Das Training fand in Ede, Arnheim, Rotterdam, Zwolle, Steenwijk, Rotterdam-Poortugal Steenwijkerwoud, Havelte, Utrecht, Apeldoorn, Velp, Dordrecht, Tiel, Den Haag, Roosendaal, Rosendaal bei Velp, Meppel und Rheenen statt. Wo sich eine Gelegenheit bot, demonstrierte Sifu Tze sein Kempo. Er ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg und war für jeden noch so gefährlichen Stunt zu haben.
Am 05. Mai 1965 gab Sifu Tze mit seinen Schülern eine große Kempovorführung in Meppel, die sich im Besitz von Sifu Tze befindlichen Photographien aus dieser Zeit zeigen, was damals alles los war.
Irgendwann wurden die Meinungsverschiedenheiten mit Carl Faulhaber immer größer. Eines Tages kam es vor Zeugen zu einem Handgemenge zwischen Faulhaber und Meijers, bei dem Faulhaber einen Zahn verlor. Carl Faulhaber hatte zuvor Dr. Tomsom, ein Freund von Sifu Tze aus Arnheim, beleidigt. Nach Aussage Sifu Tze war Carel Faulhaber kein guter Zweikämpfer und verfügte nur über mittelmäßige militärische Kampferfahrung aus der KNIL – Zeit.
Karatetechniken habe Faulhaber, so Sifu Tze, nicht gekannt. Er habe Carl Faulhaber erst Kyokushinkai Handtechniken und Fauststöße beigebracht. Faulhaber und sein Umfeld kamen dann im Laufe der Zeit immer weniger mit dem Verhalten von Sifu Tze zu Recht. Sie warfen ihm vor, zuviel Instruktor und zu wenig Pädagoge zu sein. Doch sein Kempo setzt sich durch und fand immer mehr Anhänger, vor allem aus der Region Arnheim. Der Arbeitgeber von Sifu Tze, „Die Königliche Landmacht“ fing aufgrund dieser vielfältigen Aktivitäten an, Probleme zu bereiten. So quittierte er, mit einem Brief von Prins Bernhard im Gepäck, den aktiven militärischen Dienst.
Die Spannungen zwischen Faulhaber und Sifu Tze nahmen aber immer mehr zu und die Trennung war unaufhaltsam. Beide gingen von nun an eigene Wege und das bedeutete auch das Ende der Chinese Kempo Associatie.
Sifu Tze hatte nun Zeit, um eine große Reise nach Asien anzutreten. Er folgte, wie er sich ausdrückt, als Naturmensch dem Lockruf seines Heimatbodens. Er hatte genug von den Konflikten mit Menschen, die ihn nicht begreifen konnten. In Japan besuchte er das Dojo von Gogen Yamaguchi, 10. Dan, auch die Katze genannt. Er war das Oberhaupt des Goju Kai Karate und ernannte Sifu Tze zum Vertrauensmann für sein Goju Ryu System. Anschließend besuchte Sifu Tze wieder die Shorinji Kempo Universität von Do Shoshin.
Gogen Yamaguchi, 1909-1989, gilt als der Nachfolger des okinawanischen Großmeisters Miyagi Chojun. Er studierte neben diversen Kampfkünsten Chinas und Okinawas auch Yoga, Zen und Shinto. Im Jahre 1955 begründete er den Zen Nippon Karate-Do Renmai Goju Kai. Seine Auffassung von Karate nannte er damals Shinto-Karate. Mittlerweile hat sich die Formulierung Goju Ryu jedoch etabliert. Später gründete Gogen Yamaguchi die International Karate-Do Goju Kai Association, die heute drittgrößte Goju Ryu Vereinigung der Welt. Die Leitung obliegt Yamaguchis Sohn Goshi.
So Doshin, mit Geburtsnamen Nakano Michimomi, 1911 in der Präfektur Okayama geboren, studierte chinesische und japanische Stile und hatte durch die Mitgliedschaft seiner Familie in Geheimbünden wie Kokuryukai, Vereinigung der schwarzen Drachen kontakt zu diversen buddhistischen uns shintoistischen Sekten. Er war auch Schüler von So Bunta und wurde von im im Shaolin Tempel zu seinem Nachfolger als 21. Oberhaupt des nördlichen Shaolin Giwamonken Stils ernannt. So Bunta gab ihm im Verlaufe dieser Zeremonie den neuen Nammen So Doshin. Im Jahre 1947 beründete er sein Shorinji Universität und unterrichtete dort sein Shorinji Kempo. Hier werden die Studenten nicht nur in der Kampfkunst ausgebildet sondern auch zu buddhistischen Priestern. Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).
Nun begann die erfolgreiche Verbreitung des Sifu Tze Kempo. Sifu Tze gab weiter Unterricht an Soldaten und mittlerweile auch an mindestens genau so viele Zivilisten. Das Training fand in Ede, Arnheim, Rotterdam, Zwolle, Steenwijk, Rotterdam-Poortugal Steenwijkerwoud, Havelte, Utrecht, Apeldoorn, Velp, Dordrecht, Tiel, Den Haag, Roosendaal, Rosendaal bei Velp, Meppel und Rheenen statt. Wo sich eine Gelegenheit bot, demonstrierte Sifu Tze sein Kempo. Er ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg und war für jeden noch so gefährlichen Stunt zu haben.
Am 05. Mai 1965 gab Sifu Tze mit seinen Schülern eine große Kempovorführung in Meppel, die sich im Besitz von Sifu Tze befindlichen Photographien aus dieser Zeit zeigen, was damals alles los war.
Irgendwann wurden die Meinungsverschiedenheiten mit Carl Faulhaber immer größer. Eines Tages kam es vor Zeugen zu einem Handgemenge zwischen Faulhaber und Meijers, bei dem Faulhaber einen Zahn verlor. Carl Faulhaber hatte zuvor Dr. Tomsom, ein Freund von Sifu Tze aus Arnheim, beleidigt. Nach Aussage Sifu Tze war Carel Faulhaber kein guter Zweikämpfer und verfügte nur über mittelmäßige militärische Kampferfahrung aus der KNIL – Zeit.
Karatetechniken habe Faulhaber, so Sifu Tze, nicht gekannt. Er habe Carl Faulhaber erst Kyokushinkai Handtechniken und Fauststöße beigebracht. Faulhaber und sein Umfeld kamen dann im Laufe der Zeit immer weniger mit dem Verhalten von Sifu Tze zu Recht. Sie warfen ihm vor, zuviel Instruktor und zu wenig Pädagoge zu sein. Doch sein Kempo setzt sich durch und fand immer mehr Anhänger, vor allem aus der Region Arnheim. Der Arbeitgeber von Sifu Tze, „Die Königliche Landmacht“ fing aufgrund dieser vielfältigen Aktivitäten an, Probleme zu bereiten. So quittierte er, mit einem Brief von Prins Bernhard im Gepäck, den aktiven militärischen Dienst.
Die Spannungen zwischen Faulhaber und Sifu Tze nahmen aber immer mehr zu und die Trennung war unaufhaltsam. Beide gingen von nun an eigene Wege und das bedeutete auch das Ende der Chinese Kempo Associatie.
Sifu Tze hatte nun Zeit, um eine große Reise nach Asien anzutreten. Er folgte, wie er sich ausdrückt, als Naturmensch dem Lockruf seines Heimatbodens. Er hatte genug von den Konflikten mit Menschen, die ihn nicht begreifen konnten. In Japan besuchte er das Dojo von Gogen Yamaguchi, 10. Dan, auch die Katze genannt. Er war das Oberhaupt des Goju Kai Karate und ernannte Sifu Tze zum Vertrauensmann für sein Goju Ryu System. Anschließend besuchte Sifu Tze wieder die Shorinji Kempo Universität von Do Shoshin.
Gogen Yamaguchi, 1909-1989, gilt als der Nachfolger des okinawanischen Großmeisters Miyagi Chojun. Er studierte neben diversen Kampfkünsten Chinas und Okinawas auch Yoga, Zen und Shinto. Im Jahre 1955 begründete er den Zen Nippon Karate-Do Renmai Goju Kai. Seine Auffassung von Karate nannte er damals Shinto-Karate. Mittlerweile hat sich die Formulierung Goju Ryu jedoch etabliert. Später gründete Gogen Yamaguchi die International Karate-Do Goju Kai Association, die heute drittgrößte Goju Ryu Vereinigung der Welt. Die Leitung obliegt Yamaguchis Sohn Goshi.
So Doshin, mit Geburtsnamen Nakano Michimomi, 1911 in der Präfektur Okayama geboren, studierte chinesische und japanische Stile und hatte durch die Mitgliedschaft seiner Familie in Geheimbünden wie Kokuryukai, Vereinigung der schwarzen Drachen kontakt zu diversen buddhistischen uns shintoistischen Sekten. Er war auch Schüler von So Bunta und wurde von im im Shaolin Tempel zu seinem Nachfolger als 21. Oberhaupt des nördlichen Shaolin Giwamonken Stils ernannt. So Bunta gab ihm im Verlaufe dieser Zeremonie den neuen Nammen So Doshin. Im Jahre 1947 beründete er sein Shorinji Universität und unterrichtete dort sein Shorinji Kempo. Hier werden die Studenten nicht nur in der Kampfkunst ausgebildet sondern auch zu buddhistischen Priestern. Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).
Nun begann die erfolgreiche Verbreitung des Sifu Tze Kempo. Sifu Tze gab weiter Unterricht an Soldaten und mittlerweile auch an mindestens genau so viele Zivilisten. Das Training fand in Ede, Arnheim, Rotterdam, Zwolle, Steenwijk, Rotterdam-Poortugal Steenwijkerwoud, Havelte, Utrecht, Apeldoorn, Velp, Dordrecht, Tiel, Den Haag, Roosendaal, Rosendaal bei Velp, Meppel und Rheenen statt. Wo sich eine Gelegenheit bot, demonstrierte Sifu Tze sein Kempo. Er ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg und war für jeden noch so gefährlichen Stunt zu haben.
Am 05. Mai 1965 gab Sifu Tze mit seinen Schülern eine große Kempovorführung in Meppel, die sich im Besitz von Sifu Tze befindlichen Photographien aus dieser Zeit zeigen, was damals alles los war.
Irgendwann wurden die Meinungsverschiedenheiten mit Carl Faulhaber immer größer. Eines Tages kam es vor Zeugen zu einem Handgemenge zwischen Faulhaber und Meijers, bei dem Faulhaber einen Zahn verlor. Carl Faulhaber hatte zuvor Dr. Tomsom, ein Freund von Sifu Tze aus Arnheim, beleidigt. Nach Aussage Sifu Tze war Carel Faulhaber kein guter Zweikämpfer und verfügte nur über mittelmäßige militärische Kampferfahrung aus der KNIL – Zeit.
Karatetechniken habe Faulhaber, so Sifu Tze, nicht gekannt. Er habe Carl Faulhaber erst Kyokushinkai Handtechniken und Fauststöße beigebracht. Faulhaber und sein Umfeld kamen dann im Laufe der Zeit immer weniger mit dem Verhalten von Sifu Tze zu Recht. Sie warfen ihm vor, zuviel Instruktor und zu wenig Pädagoge zu sein. Doch sein Kempo setzt sich durch und fand immer mehr Anhänger, vor allem aus der Region Arnheim. Der Arbeitgeber von Sifu Tze, „Die Königliche Landmacht“ fing aufgrund dieser vielfältigen Aktivitäten an, Probleme zu bereiten. So quittierte er, mit einem Brief von Prins Bernhard im Gepäck, den aktiven militärischen Dienst.
Die Spannungen zwischen Faulhaber und Sifu Tze nahmen aber immer mehr zu und die Trennung war unaufhaltsam. Beide gingen von nun an eigene Wege und das bedeutete auch das Ende der Chinese Kempo Associatie.
Sifu Tze hatte nun Zeit, um eine große Reise nach Asien anzutreten. Er folgte, wie er sich ausdrückt, als Naturmensch dem Lockruf seines Heimatbodens. Er hatte genug von den Konflikten mit Menschen, die ihn nicht begreifen konnten. In Japan besuchte er das Dojo von Gogen Yamaguchi, 10. Dan, auch die Katze genannt. Er war das Oberhaupt des Goju Kai Karate und ernannte Sifu Tze zum Vertrauensmann für sein Goju Ryu System. Anschließend besuchte Sifu Tze wieder die Shorinji Kempo Universität von Do Shoshin.
Gogen Yamaguchi, 1909-1989, gilt als der Nachfolger des okinawanischen Großmeisters Miyagi Chojun. Er studierte neben diversen Kampfkünsten Chinas und Okinawas auch Yoga, Zen und Shinto. Im Jahre 1955 begründete er den Zen Nippon Karate-Do Renmai Goju Kai. Seine Auffassung von Karate nannte er damals Shinto-Karate. Mittlerweile hat sich die Formulierung Goju Ryu jedoch etabliert. Später gründete Gogen Yamaguchi die International Karate-Do Goju Kai Association, die heute drittgrößte Goju Ryu Vereinigung der Welt. Die Leitung obliegt Yamaguchis Sohn Goshi.
So Doshin, mit Geburtsnamen Nakano Michimomi, 1911 in der Präfektur Okayama geboren, studierte chinesische und japanische Stile und hatte durch die Mitgliedschaft seiner Familie in Geheimbünden wie Kokuryukai, Vereinigung der schwarzen Drachen kontakt zu diversen buddhistischen uns shintoistischen Sekten. Er war auch Schüler von So Bunta und wurde von im im Shaolin Tempel zu seinem Nachfolger als 21. Oberhaupt des nördlichen Shaolin Giwamonken Stils ernannt. So Bunta gab ihm im Verlaufe dieser Zeremonie den neuen Nammen So Doshin. Im Jahre 1947 beründete er sein Shorinji Universität und unterrichtete dort sein Shorinji Kempo. Hier werden die Studenten nicht nur in der Kampfkunst ausgebildet sondern auch zu buddhistischen Priestern. Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).So Doshin, mit Geburtsnamen Nakano Michimomi, 1911 in der Präfektur Okayama geboren, studierte chinesische und japanische Stile und hatte durch die Mitgliedschaft seiner Familie in Geheimbünden wie Kokuryukai, Vereinigung der schwarzen Drachen kontakt zu diversen buddhistischen uns shintoistischen Sekten. Er war auch Schüler von So Bunta und wurde von im im Shaolin Tempel zu seinem Nachfolger als 21. Oberhaupt des nördlichen Shaolin Giwamonken Stils ernannt. So Bunta gab ihm im Verlaufe dieser Zeremonie den neuen Nammen So Doshin. Im Jahre 1947 beründete er sein Shorinji Universität und unterrichtete dort sein Shorinji Kempo. Hier werden die Studenten nicht nur in der Kampfkunst ausgebildet sondern auch zu buddhistischen Priestern. Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).
Nun begann die erfolgreiche Verbreitung des Sifu Tze Kempo. Sifu Tze gab weiter Unterricht an Soldaten und mittlerweile auch an mindestens genau so viele Zivilisten. Das Training fand in Ede, Arnheim, Rotterdam, Zwolle, Steenwijk, Rotterdam-Poortugal Steenwijkerwoud, Havelte, Utrecht, Apeldoorn, Velp, Dordrecht, Tiel, Den Haag, Roosendaal, Rosendaal bei Velp, Meppel und Rheenen statt. Wo sich eine Gelegenheit bot, demonstrierte Sifu Tze sein Kempo. Er ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg und war für jeden noch so gefährlichen Stunt zu haben.
Am 05. Mai 1965 gab Sifu Tze mit seinen Schülern eine große Kempovorführung in Meppel, die sich im Besitz von Sifu Tze befindlichen Photographien aus dieser Zeit zeigen, was damals alles los war.
Irgendwann wurden die Meinungsverschiedenheiten mit Carl Faulhaber immer größer. Eines Tages kam es vor Zeugen zu einem Handgemenge zwischen Faulhaber und Meijers, bei dem Faulhaber einen Zahn verlor. Carl Faulhaber hatte zuvor Dr. Tomsom, ein Freund von Sifu Tze aus Arnheim, beleidigt. Nach Aussage Sifu Tze war Carel Faulhaber kein guter Zweikämpfer und verfügte nur über mittelmäßige militärische Kampferfahrung aus der KNIL – Zeit.
Karatetechniken habe Faulhaber, so Sifu Tze, nicht gekannt. Er habe Carl Faulhaber erst Kyokushinkai Handtechniken und Fauststöße beigebracht. Faulhaber und sein Umfeld kamen dann im Laufe der Zeit immer weniger mit dem Verhalten von Sifu Tze zu Recht. Sie warfen ihm vor, zuviel Instruktor und zu wenig Pädagoge zu sein. Doch sein Kempo setzt sich durch und fand immer mehr Anhänger, vor allem aus der Region Arnheim. Der Arbeitgeber von Sifu Tze, „Die Königliche Landmacht“ fing aufgrund dieser vielfältigen Aktivitäten an, Probleme zu bereiten. So quittierte er, mit einem Brief von Prins Bernhard im Gepäck, den aktiven militärischen Dienst.
Die Spannungen zwischen Faulhaber und Sifu Tze nahmen aber immer mehr zu und die Trennung war unaufhaltsam. Beide gingen von nun an eigene Wege und das bedeutete auch das Ende der Chinese Kempo Associatie.
Sifu Tze hatte nun Zeit, um eine große Reise nach Asien anzutreten. Er folgte, wie er sich ausdrückt, als Naturmensch dem Lockruf seines Heimatbodens. Er hatte genug von den Konflikten mit Menschen, die ihn nicht begreifen konnten. In Japan besuchte er das Dojo von Gogen Yamaguchi, 10. Dan, auch die Katze genannt. Er war das Oberhaupt des Goju Kai Karate und ernannte Sifu Tze zum Vertrauensmann für sein Goju Ryu System. Anschließend besuchte Sifu Tze wieder die Shorinji Kempo Universität von Do Shoshin.
Gogen Yamaguchi, 1909-1989, gilt als der Nachfolger des okinawanischen Großmeisters Miyagi Chojun. Er studierte neben diversen Kampfkünsten Chinas und Okinawas auch Yoga, Zen und Shinto. Im Jahre 1955 begründete er den Zen Nippon Karate-Do Renmai Goju Kai. Seine Auffassung von Karate nannte er damals Shinto-Karate. Mittlerweile hat sich die Formulierung Goju Ryu jedoch etabliert. Später gründete Gogen Yamaguchi die International Karate-Do Goju Kai Association, die heute drittgrößte Goju Ryu Vereinigung der Welt. Die Leitung obliegt Yamaguchis Sohn Goshi.
So Doshin, mit Geburtsnamen Nakano Michimomi, 1911 in der Präfektur Okayama geboren, studierte chinesische und japanische Stile und hatte durch die Mitgliedschaft seiner Familie in Geheimbünden wie Kokuryukai, Vereinigung der schwarzen Drachen kontakt zu diversen buddhistischen uns shintoistischen Sekten. Er war auch Schüler von So Bunta und wurde von im im Shaolin Tempel zu seinem Nachfolger als 21. Oberhaupt des nördlichen Shaolin Giwamonken Stils ernannt. So Bunta gab ihm im Verlaufe dieser Zeremonie den neuen Nammen So Doshin. Im Jahre 1947 beründete er sein Shorinji Universität und unterrichtete dort sein Shorinji Kempo. Hier werden die Studenten nicht nur in der Kampfkunst ausgebildet sondern auch zu buddhistischen Priestern. Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).
Nun begann die erfolgreiche Verbreitung des Sifu Tze Kempo. Sifu Tze gab weiter Unterricht an Soldaten und mittlerweile auch an mindestens genau so viele Zivilisten. Das Training fand in Ede, Arnheim, Rotterdam, Zwolle, Steenwijk, Rotterdam-Poortugal Steenwijkerwoud, Havelte, Utrecht, Apeldoorn, Velp, Dordrecht, Tiel, Den Haag, Roosendaal, Rosendaal bei Velp, Meppel und Rheenen statt. Wo sich eine Gelegenheit bot, demonstrierte Sifu Tze sein Kempo. Er ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg und war für jeden noch so gefährlichen Stunt zu haben.
Am 05. Mai 1965 gab Sifu Tze mit seinen Schülern eine große Kempovorführung in Meppel, die sich im Besitz von Sifu Tze befindlichen Photographien aus dieser Zeit zeigen, was damals alles los war.
Irgendwann wurden die Meinungsverschiedenheiten mit Carl Faulhaber immer größer. Eines Tages kam es vor Zeugen zu einem Handgemenge zwischen Faulhaber und Meijers, bei dem Faulhaber einen Zahn verlor. Carl Faulhaber hatte zuvor Dr. Tomsom, ein Freund von Sifu Tze aus Arnheim, beleidigt. Nach Aussage Sifu Tze war Carel Faulhaber kein guter Zweikämpfer und verfügte nur über mittelmäßige militärische Kampferfahrung aus der KNIL – Zeit.
Karatetechniken habe Faulhaber, so Sifu Tze, nicht gekannt. Er habe Carl Faulhaber erst Kyokushinkai Handtechniken und Fauststöße beigebracht. Faulhaber und sein Umfeld kamen dann im Laufe der Zeit immer weniger mit dem Verhalten von Sifu Tze zu Recht. Sie warfen ihm vor, zuviel Instruktor und zu wenig Pädagoge zu sein. Doch sein Kempo setzt sich durch und fand immer mehr Anhänger, vor allem aus der Region Arnheim. Der Arbeitgeber von Sifu Tze, „Die Königliche Landmacht“ fing aufgrund dieser vielfältigen Aktivitäten an, Probleme zu bereiten. So quittierte er, mit einem Brief von Prins Bernhard im Gepäck, den aktiven militärischen Dienst.
Die Spannungen zwischen Faulhaber und Sifu Tze nahmen aber immer mehr zu und die Trennung war unaufhaltsam. Beide gingen von nun an eigene Wege und das bedeutete auch das Ende der Chinese Kempo Associatie.
Sifu Tze hatte nun Zeit, um eine große Reise nach Asien anzutreten. Er folgte, wie er sich ausdrückt, als Naturmensch dem Lockruf seines Heimatbodens. Er hatte genug von den Konflikten mit Menschen, die ihn nicht begreifen konnten. In Japan besuchte er das Dojo von Gogen Yamaguchi, 10. Dan, auch die Katze genannt. Er war das Oberhaupt des Goju Kai Karate und ernannte Sifu Tze zum Vertrauensmann für sein Goju Ryu System. Anschließend besuchte Sifu Tze wieder die Shorinji Kempo Universität von Do Shoshin.
Gogen Yamaguchi, 1909-1989, gilt als der Nachfolger des okinawanischen Großmeisters Miyagi Chojun. Er studierte neben diversen Kampfkünsten Chinas und Okinawas auch Yoga, Zen und Shinto. Im Jahre 1955 begründete er den Zen Nippon Karate-Do Renmai Goju Kai. Seine Auffassung von Karate nannte er damals Shinto-Karate. Mittlerweile hat sich die Formulierung Goju Ryu jedoch etabliert. Später gründete Gogen Yamaguchi die International Karate-Do Goju Kai Association, die heute drittgrößte Goju Ryu Vereinigung der Welt. Die Leitung obliegt Yamaguchis Sohn Goshi.
So Doshin, mit Geburtsnamen Nakano Michimomi, 1911 in der Präfektur Okayama geboren, studierte chinesische und japanische Stile und hatte durch die Mitgliedschaft seiner Familie in Geheimbünden wie Kokuryukai, Vereinigung der schwarzen Drachen kontakt zu diversen buddhistischen uns shintoistischen Sekten. Er war auch Schüler von So Bunta und wurde von im im Shaolin Tempel zu seinem Nachfolger als 21. Oberhaupt des nördlichen Shaolin Giwamonken Stils ernannt. So Bunta gab ihm im Verlaufe dieser Zeremonie den neuen Nammen So Doshin. Im Jahre 1947 beründete er sein Shorinji Universität und unterrichtete dort sein Shorinji Kempo. Hier werden die Studenten nicht nur in der Kampfkunst ausgebildet sondern auch zu buddhistischen Priestern. Auf Anraten und Drängen von Jon Bluming eröffnete Dschero Khan seine erste Kampfkunstschule im Juni 1962 in „Magnolia“ Ede. Hier unterrichtete Dschero Khan zum ersten Mal gegen Bezahlung Zivilisten und keine Militärs. Er gab dort Unterricht im Kyokushinkai Karate, unter anderem auch an Carel Faulhabers zwölfjährigen Sohn Robby. Etwa ein Jahr später, im Juli 1963, lief Sifu Tze zum dritten Male die Nijmegse 4 Tage. Übrigens nahm Sifu Tze 8 Mal mit Erfolg an der Veranstaltung teil.
Im Jahre 1964 kam es zum Konflikt und später zum Bruch mit Jon Bluming. Während eines Kampfes mit einem mit Stilett bewaffneten Italiener stach Sifu Tze seinem Gegner ein Auge aus. Sifu sagt dazu: „Ich konnte nicht anders als mich selbst verteidigen“. Natürlich stand die ganze Sache ausführlich in den Zeitungen. Bluming gefiel das nicht und Sifu Tze verlor die Mitgliedschaft im NKA (Nederlandse Karate Associatie-Kyokushinkai).
Das war der Moment, in dem er beschloss, mit seinem Kempo All-Combat eigene Wege zu gehen. Fast alle seine Schüler blieben treu und folgten ihm. Die Mischung aus Kuntao, Taekyon Army Combat, Kung Fu, Jiu Jitsu und Kyokushinkai Karate fügte sich zum Meijers – Kempo dieser Zeit zusammen. Angelehnt an das Graduierungssystem von Judo und Karate und unter Benutzung der japanischen Terminologie wurde aus dem Instructur Gerard Karel Meijers der Sensei G. K. Meijers. Es entstand die Chinese Kempo Associatie, CKA.
Ende Dezember 1964 übernahm Sifu Tze die Initiative und graduierte als Sensei mit dem 3. Dan der Chinese Kempo Associatie den damals 15jährigen Rob Faulhaber zum 2. Dan, Ben van Zeventer, E. M. Lammerts van Bueren und Johann van den Hoofdakker zum 1. Dan. Die Herren J. A. Nooy, W. van Basten und R.W. van den Dungen wurden Braungurte und durften sich von da an Sempai nennen.
Trainiert wurde in Arnheim Samstagnachmittags im „The White Corner“. In „Arnhems Dagblad“ vom 02.Januar 1965 erschien ein Artikel mit der Überschrift „Harte Kämpfer bekamen das Kempozertifikat“. Dazu gehörte auch ein Foto in der damaligen Kempokleidung, weiße Jacke und schwarze Hose. Bei Rob Faullhaber und Ben van Zeventer sieht man auf der Jacke deutlich das japani-sche Kyokushinkai Emblem. Bei Johan van den Hoofdakker sieht man das Tang So Emblem, was so viel bedeutet wie China Hand (Technik der Männer der Tang Dynastie).
Sifu Tze gründete am 20. Mai 1984 den Klewangverein „Oude Korps Marechaussee“ in enger Verbundenheit zum Regiment „Van Heutsz“. Dem "Oude Korps Ma-rechaussee" steht er als Oberst vor. Das Korps besteht zurzeit aus dem Kommandanten, 2 Offizieren, 15 Unteroffiziere, 6 Korporale und 51 Soldaten. Sifu Tze ist wahrscheinlich noch der Einzige, der die Traditionen und Kampftechniken mit dem Klewang (dem niederländischen Säbel)
Klewang in all ihren Nuancen beherrscht. Die Ausbilder sind alle Mitglieder des V.O.K.S. (übersetzt in etwa: Vereinigung der ehemaligen Koreakriegteilnehmer), worauf sie alle sehr stolz sind, da der V.O.K.S. sich noch stark mit dem Regiment van Heutsz verbunden fühlt. Das zeigt sich auch durch ihr Barettemblem; in der Geschichte der Niederlande gibt es keine militärische Einheit, in der so viele militärische Willems-Orden verliehen wurden wie in dieser. Nur wenige
Schüler erhielten nach seinem Rückzug aus der Deutschland von ihm weitere Lektionen im Shaolim Si, Kempo und Tai Chi Chuan. Darüber wurde Stillschweigen vereinbart und auch konsequent eingesetzt. Die Mitglieder der Trainingsgruppe erwähnten ihre Aktivitäten nicht einmal in ihren eigenen Schulen.
Im Jahre 2003 feierte Dschero Khan seinen 75ten Geburtstag und betreibt immer noch Kampkunst, hauptsächlich Bogenschießen und Schwertkampf mit dem Klewang.
Auch hat er immer noch die kleine Gruppe von Schülern, die seine Kampfkunst weiter lernen dürfen.
In der Zeit kurz vor seinem 75sten Geburtstag hatte Sifu Tze den Wunsch, wieder mehr in die Öffentlichkeit zu gehen. Er beauftragte seine Schüler Christoph Lemm und Frank Olislagers die in Deutschland bis auf wenige Mitglieder geschrumpfte WMAA wieder aufzubauen, um so seinem Lebenswerk, der Kampfkunst "Kempo"
(mit all den unterschiedlichen Bezeichnungen) einen organisatorischen Halt zu geben.
Alle, denen etwas an dieser Kampfkunst liegt, sollen nach Sifu Tzes Wunsch bestrebt sein, sie für die Zukunft zu erhalten, Harmonie unter allem Kempokas als wichtiges Gut zu schützen und das Kempo so weiterzugeben wie er es gelehrt hat.
Daneben hat Sifu Tze auch für seine Leidenschaft, das Bogen- und Armbrust-schießen, in den Niederlanden eine Organisation, die Royal Bowhunting and Crossbow Association, gegründet, der auch eine Vielzahl von deutschen Schülern angehört.
In dieser Organisation wird auf regelmäßigen monatlichen Treffen unter Leitung von Sifu Tze das jagdliche Bogen- und Armbrustschießen geübt, die Ausrichtung und Durchführung von jagdlichen Feld- und 3 D Turnieren ist das Ziel für die Zukunft.
Als erstes größeres Ziel sollte ein Lehrgang der WMAA sein. Sifu Tze wollte nach 20 Jahren erstmals wieder öffentlich unterrichten. Als zweiten Referen-ten gelang es ihm seinen Schüler Piet Verrips zu gewinnen. Nach einiger Vorbe-reitungszeit fand nun im niederländischen Horst ein Kempo Formen Lehrgang statt. Sifu wünschte sich eine Outdoor-Veranstaltung, die bei strahlendem Sonnenschein und ca. 100 Teilnehmern am 18.09.2004 ein voller Erfolg wurde.
Ende 2004 wurde die Royal Bowhunting and Crossbow Association in die WMAA überführt. Im Februar 2005 wurden Christoph Lemm und Frank Olislagers von der Führung der WMAA Deutschland entbunden und konnten sich so wieder dem Chen Tao Kwoon zuwenden. Der von der neuen WMAA-Führung unter Leitung von Präsident Toni Finken- Schaffrath organsierte Outdoorlehrgang 2005 fand wieder im niederländischen Horst unter Leitung von Sifu Tze statt. Diesmal folgten ca. 60 Leute dem Ruf des Großmeisters. Theo Theloesen war als weiterer Referent geladen. Ursprünglich sollte er die Form Huang Chen Kuen lehren. Zu Beginn des Lehrgangs wurden die Inhalte auf Wunsch von Sifu Tze geändert. Er nutzte nun die Gelegenheit seine aktuelle Auffassung von Kempo, das er „All Combat Nadaa Kempo“ nannte, vorzustellen.
Alles in allem ist sein Shaolim Si/Kempo oder besser gesagt die Chen Tao Kampfkünste sein Lebenswerk und allen, denen an Kempo etwas liegt sollen bestrebt sein es für die Ewigkeit zu erhalten und die Harmonie unter allem Kempokas als wichtiges gut zu beschützen und das Kempo so weiterzugeben wie Sifu es uns gegeben hat. Entgegen aller kommerziellen Ausrichtungen versucht der im Jahre 2000 als Trainingsgemeinschaft begründete Chen Tao Kwoon nun im größer werdenden Freundeskreis die Ideale der Chen Tao Kampfkünste zu fördern. Historisch gesehen werden da neue Wege beschrieben. Die sonst so sprichwörtliche Bereitschaft der Shaolim Si/Kempo Szene zerstritten zu sein, ist hier unerwünscht. Die WMAA wächst immer weiter.
Wie es mittlerweile für die von Sifu Tze geplanten Outdoor-Lehrgänge Tradition ist fanden sich am Sonntag den 13.August 2006 bei Sonnenschein diesmal die Teilnehmer im niederländischen Horst ein. Nach Begrüßung der Teilnehmer durch den Präsidenten der WMAAToni Finken, begrüßte Sifu Tze persönlich die Lehrgangsteilnehmer und nutzte die Gelegenheit über die Inhalte des Bubishi der lange Zeit meist geheim gehaltenen Publikation in den Kampfkünsten, zu referieren. Das Bubishi, so die japanische Bezeichnung oder chinesisch Wu Bei Zhi, zeigt in unbestechlicher Art und Weise die wesentliche Kampfkunst. Dies geschah in Einstimmung auf den dritten Lehrgangsteil, in dem eine so Sifu Tze im Wu Bei Zhi beschriebene Form gleichen Namens unterrichtet werden soll. Zur Vorbereitung brachte Sifu Tze den Teilnehmern eine fünfteilige Qi Gongform bei. Hier wurden im wesentlichen zu den typischen Energie sammelden Bewegungen Sequenzen mit Atem-und isometrischen Übungen ausgeführt. Im dritten Teil des Lehrganges wurde die von Sifu Tze mit Wu Bei Zhi bezeichnete alte Form unterrichtet. Sifu Tze wies an das diese Form von nun an von allen Lehrern der WMAA offiziell in das Programm des Shaolim Si/Kempo Unterrichtes aufgenommen werden soll. Dauernde Querelen führten dann allerdings Mitte der 80er Jahre dazu, das Sifu Tze sich aus der öffentlichen Kampfkunstszene in Deutschland zurückzog. Sifu Tze hat insgesamt folgende höchste Graduierungen in der Kampfkunst erhalten:
10. Toan/Dan Jiu Jitsu (Hetjie Tao)
10. Toan/Dan Karate Do (Kong Soo Tao)
10. Toan/Dan Shaolin Kempo (Potjie)
10. Toan/Dan Chan Shaolim Si (Shaolim Si Wu Chu)
10. Toan/Dan Tjin Tao (Schwertkampf)
10. Grad Tai Chi Chuan
Sifu Tze gründete am 20. Mai 1984 den Klewangverein „Oude Korps Marechaussee“ in enger Verbundenheit zum Regiment „Van Heutsz“. Dem "Oude Korps Ma-rechaussee" steht er als Oberst vor. Das Korps besteht zurzeit aus dem Kommandanten, 2 Offizieren, 15 Unteroffiziere, 6 Korporale und 51 Soldaten. Sifu Tze ist wahrscheinlich noch der Einzige, der die Traditionen und Kampftechniken mit dem Klewang (dem niederländischen Säbel)
Klewang in all ihren Nuancen beherrscht. Die Ausbilder sind alle Mitglieder des V.O.K.S. (übersetzt in etwa: Vereinigung der ehemaligen Koreakriegteilnehmer), worauf sie alle sehr stolz sind, da der V.O.K.S. sich noch stark mit dem Regiment van Heutsz verbunden fühlt. Das zeigt sich auch durch ihr Barettemblem; in der Geschichte der Niederlande gibt es keine militärische Einheit, in der so viele militärische Willems-Orden verliehen wurden wie in dieser. Nur wenige
Schüler erhielten nach seinem Rückzug aus der Deutschland von ihm weitere Lektionen im Shaolim Si, Kempo und Tai Chi Chuan. Darüber wurde Stillschweigen vereinbart und auch konsequent eingesetzt. Die Mitglieder der Trainingsgruppe erwähnten ihre Aktivitäten nicht einmal in ihren eigenen Schulen.
Im Jahre 2003 feierte Dschero Khan seinen 75ten Geburtstag und betreibt immer noch Kampkunst, hauptsächlich Bogenschießen und Schwertkampf mit dem Klewang.
Auch hat er immer noch die kleine Gruppe von Schülern, die seine Kampfkunst weiter lernen dürfen.
In der Zeit kurz vor seinem 75sten Geburtstag hatte Sifu Tze den Wunsch, wieder mehr in die Öffentlichkeit zu gehen. Er beauftragte seine Schüler Christoph Lemm und Frank Olislagers die in Deutschland bis auf wenige Mitglieder geschrumpfte WMAA wieder aufzubauen, um so seinem Lebenswerk, der Kampfkunst "Kempo" (mit all\\\\\\\\\\\\\\' den unterschiedlichen Bezeichnungen) einen organisatorischen Halt zu geben.
Alle, denen etwas an dieser Kampfkunst liegt, sollen nach Sifu Tzes Wunsch bestrebt sein, sie für die Zukunft zu erhalten, Harmonie unter allem Kempokas als wichtiges Gut zu schützen und das Kempo so weiterzugeben wie er es gelehrt hat.
Daneben hat Sifu Tze auch für seine Leidenschaft, das Bogen- und Armbrust-schießen, in den Niederlanden eine Organisation, die Royal Bowhunting and Crossbow Association, gegründet, der auch eine Vielzahl von deutschen Schülern angehört.
In dieser Organisation wird auf regelmäßigen monatlichen Treffen unter Leitung von Sifu Tze das jagdliche Bogen- und Armbrustschießen geübt, die Ausrichtung und Durchführung von jagdlichen Feld- und 3 D Turnieren ist das Ziel für die Zukunft.
Als erstes größeres Ziel sollte ein Lehrgang der WMAA sein. Sifu Tze wollte nach 20 Jahren erstmals wieder öffentlich unterrichten. Als zweiten Referen-ten gelang es ihm seinen Schüler Piet Verrips zu gewinnen. Nach einiger Vorbe-reitungszeit fand nun im niederländischen Horst ein Kempo Formen Lehrgang statt. Sifu wünschte sich eine Outdoor-Veranstaltung, die bei strahlendem Sonnenschein und ca. 100 Teilnehmern am 18.09.2004 ein voller Erfolg wurde.
Ende 2004 wurde die Royal Bowhunting and Crossbow Association in die WMAA überführt. Im Februar 2005 wurden Christoph Lemm und Frank Olislagers von der Führung der WMAA Deutschland entbunden und konnten sich so wieder dem Chen Tao Kwoon zuwenden. Der von der neuen WMAA-Führung unter Leitung von Präsident Toni Finken- Schaffrath organsierte Outdoorlehrgang 2005 fand wieder im niederländischen Horst unter Leitung von Sifu Tze statt. Diesmal folgten ca. 60 Leute dem Ruf des Großmeisters. Theo Theloesen war als weiterer Referent geladen. Ursprünglich sollte er die Form Huang Chen Kuen lehren. Zu Beginn des Lehrgangs wurden die Inhalte auf Wunsch von Sifu Tze geändert. Er nutzte nun die Gelegenheit seine aktuelle Auffassung von Kempo, das er „All Combat Nadaa Kempo“ nannte, vorzustellen.
Alles in allem ist sein Shaolim Si/Kempo oder besser gesagt die Chen Tao Kampfkünste sein Lebenswerk und allen, denen an Kempo etwas liegt sollen bestrebt sein es für die Ewigkeit zu erhalten und die Harmonie unter allem Kempokas als wichtiges gut zu beschützen und das Kempo so weiterzugeben wie Sifu es uns gegeben hat. Entgegen aller kommerziellen Ausrichtungen versucht der im Jahre 2000 als Trainingsgemeinschaft begründete Chen Tao Kwoon nun im größer werdenden Freundeskreis die Ideale der Chen Tao Kampfkünste zu fördern. Historisch gesehen werden da neue Wege beschrieben. Die sonst so sprichwörtliche Bereitschaft der Shaolim Si/Kempo Szene zerstritten zu sein, ist hier unerwünscht. Die WMAA wächst immer weiter.
Wie es mittlerweile für die von Sifu Tze geplanten Outdoor-Lehrgänge Tradition ist fanden sich am Sonntag den 13.August 2006 bei Sonnenschein diesmal die Teilnehmer im niederländischen Horst ein. Nach Begrüßung der Teilnehmer durch den Präsidenten der WMAAToni Finken, begrüßte Sifu Tze persönlich die Lehrgangsteilnehmer und nutzte die Gelegenheit über die Inhalte des Bubishi der lange Zeit meist geheim gehaltenen Publikation in den Kampfkünsten, zu referieren. Das Bubishi, so die japanische Bezeichnung oder chinesisch Wu Bei Zhi, zeigt in unbestechlicher Art und Weise die wesentliche Kampfkunst. Dies geschah in Einstimmung auf den dritten Lehrgangsteil, in dem eine so Sifu Tze im Wu Bei Zhi beschriebene Form gleichen Namens unterrichtet werden soll. Zur Vorbereitung brachte Sifu Tze den Teilnehmern eine fünfteilige Qi Gongform bei. Hier wurden im wesentlichen zu den typischen Energie sammelden Bewegungen Sequenzen mit Atem-und isometrischen Übungen ausgeführt. Im dritten Teil des Lehrganges wurde die von Sifu Tze mit Wu Bei Zhi bezeichnete alte Form unterrichtet. Sifu Tze wies an das diese Form von nun an von allen Lehrern der WMAA offiziell in das Programm des Shaolim Si/Kempo Unterrichtes aufgenommen werden soll. Eine PDF Datei mit Bildern, finden Sie unter http://www.chen-tao-kwoon.com/bio.htm
Zurück zur Startseite Egnoka Akademie.
